Toter Buckelwal aus Ostsee gezogen: Obduktion beginnt
Toter Buckelwal aus Ostsee: Obduktion startet

Der im Greifswalder Bodden entdeckte tote Buckelwal ist am Freitag (14. August) mit einem Kran aus der Ostsee gehoben und auf einen Tieflader verladen worden. Das Tier war am Donnerstagmorgen vor Rügen treibend gefunden worden.

Bergung auf Dänholm

Die Bergung erfolgte auf der Insel Dänholm vor Stralsund, wie eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums Stralsund laut „dpa“ mitteilte. Nach einer kurzen Fahrt zur Sektionsstelle sollte die Obduktion noch am Freitag beginnen. Auf Dänholm befindet sich eine Außenstelle des Meeresmuseums.

Bereits am Donnerstagabend hatte ein Schiff den Wal mit Gurten zum Dänholm geschleppt. Das Tier trieb tot und auf dem Rücken liegend im Greifswalder Bodden, in der Nähe der Fahrrinne. Es soll rund sieben Meter lang sein.

Keine Rettungsaktion wie bei „Timmy“

Anders als beim zuvor bekannt gewordenen Buckelwal „Timmy“ gab es diesmal keine Rettungsaktion. „Timmy“ war im Frühjahr vor der Insel Poel gestrandet, nach wochenlangen Rettungsversuchen in die Nordsee gebracht und später tot vor der dänischen Insel Anholt gefunden worden.

Die Rettungsmission von „Timmy“ war von einer Debatte über Sinn und Unsinn der Versuche begleitet worden.

Minister zeigt sich betroffen

„Es betrübt mich, dass wir nun schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Tod eines Buckelwals in der Ostsee feststellen müssen, diesmal direkt in den Hoheitsgewässern des Landes“, erklärte MV-Umweltminister Till Backhaus (SPD). Aus der Sektion des Tiers erhoffe er Informationen, „woran solche hier nicht heimischen Tiere in unseren Gewässern sterben“.