Die Güstrower Kunstnacht feiert am 2. Oktober ihr 25-jähriges Bestehen. Von 16 Uhr bis Mitternacht öffnen 36 Veranstaltungsorte ihre Türen für Ausstellungen, Konzerte, Gespräche und Mitmachaktionen. Das Programm erstreckt sich von der Innenstadt bis zur Speicherstraße, Baustraße, zum Schwarzen Weg und zum Ulrichplatz.
Von kleinen Anfängen zur Großveranstaltung
Was 2001 klein begann, ist heute eine der größten Kulturveranstaltungen der Stadt. „Wir haben mit sechs bis sieben Veranstaltern und 300 verkauften Karten angefangen“, erinnert sich Prof. Ingbert Gans vom Kunst- und Altertumsverein (KAV), der die Kunstnacht organisiert. Ursprünglich war eine lange Nacht der Museen geplant, bald kamen Kirchen mit eigenen Angeboten hinzu.
Heute beteiligen sich neben Museen, Galerien und Kultureinrichtungen auch Geschäfte, eine Textilreinigung, das Kunsthaus, ein Jugendklub, die Bibliothek, die Volkshochschule und der Ambulante Hospizdienst. „Ja, wir sind enorm gewachsen. Aber möglich ist solch eine Veranstaltung nur durch das Engagement der 36 Teilnehmer“, betont Dr. Marianne Bludau, seit sechs Jahren beim KAV für die Kunstnacht verantwortlich.
Programm für alle Generationen
Die Volkshochschule des Landkreises präsentiert ihre Angebote im Foyer des Theaters und lädt zu Mitmachaktionen ein. Im Weltladen dreht sich alles um „Kunst und Nachhaltigkeit“. Das StudioZwei verbindet Musik mit Gesprächen auf der Bühne. Das Kunsthaus lädt bereits ab 16 Uhr zum „Trommelwirbel“ in die Baustraße – Besucher können im Halbstundentakt mitmachen oder zuhören. Zugleich wird gefeiert, dass der Saal des Hauses wieder genutzt werden kann.
Musik, Museen und ein besonderes Andenken
Die Gruppe „Trøstesang“ präsentiert skandinavische „Musik für die Seele“ im Norddeutschen Krippenmuseum. Die „Risdorfer Chorsolisten“ singen im Stadtmuseum, das erstmals bis Mitternacht ein eigenes Programm anbietet. Der Rotary-Club Güstrow verkauft am Franz-Parr-Platz Bratwürste, Schmalzstullen und Getränke. „Alle Einnahmen des Abends gehen an die Kreismusikschule“, kündigt Rotary-Präsident Henning Runne an.
Der Kartenvorverkauf hat begonnen: Tickets gibt es online und in der Güstrow-Information für 15 Euro, an der Abendkasse kosten sie 20 Euro. Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Zum Jubiläum gibt es in der Güstrow-Information einen Becher mit dem Aufdruck „25. Güstrower Kunstnacht“.
Eine besondere Verbindung zwischen Premiere und Jubiläum hat Ingbert Gans entdeckt: Bei der ersten Kunstnacht 2001 zeigte Angelika Harff im Hotel „Stadt Güstrow“ eine Ausstellung zum 70. Geburtstag des Rostocker Künstlers Rudolf Austen. 25 Jahre später sind erneut Werke Austens in der Galerie „Kunst am Dom“ unter dem Titel „Die Ostsee und mehr“ zu sehen.