28 Jahre später: Anklamer Aufstiegshelden treffen sich wieder
Anklamer Aufstiegshelden treffen sich nach 28 Jahren

Fast drei Jahrzehnte nach dem Aufstieg in die Verbandsliga kommen am Samstag rund 30 ehemalige Spieler, Verantwortliche und Wegbegleiter des FV Lok Anklam im Werner-Seelenbinder-Stadion zusammen. Organisiert hat das Treffen Ronny Pflichtbeil, der 1998 als 20-Jähriger zum Aufstiegsteam gehörte.

Erinnerungen an eine besondere Zeit

„Es werden 30 Leute mit dabei sein. Wir wollen gemütliche Stunden miteinander verbringen und uns gemeinsam an die damalige Zeit erinnern. Ich freue mich sehr darauf“, sagt der heute 48-Jährige. Auch ehemalige Verantwortliche des Vereins haben ihr Kommen zugesagt, darunter die damaligen Vorstandsmitglieder Jürgen Pflichtbeil und Ulli Zimmer.

Das Wiedersehen wird mit Fußball verbunden: Ab 14 Uhr wollen die früheren Lok-Kicker das Testspiel der ersten Anklamer Herren-Mannschaft gegen den Pasewalker FV verfolgen.

Der Weg in die Verbandsliga

Der Aufstieg in die höchste Spielklasse Mecklenburg-Vorpommerns war in der Saison 1997/98 keineswegs vorgezeichnet. Lok erwischte einen schwachen Saisonstart, Trainer Detlef Kabbe wurde schließlich durch Eckhard Ehrke ersetzt. Mit dem neuen Coach kam die Wende – Ehrke formte aus der Mannschaft eine Einheit und führte die Peenestädter bis in die Verbandsliga.

Am vorletzten Spieltag machten sie Anfang Juni 1998 den Aufstieg perfekt: Vor 800 Zuschauern gewann die Mannschaft um Kapitän Henry Gransow ihr Heimspiel gegen Motor-Süd Neubrandenburg mit 2:1. Markus Heinze und Michael Eckholz erzielten die Treffer.

„Vater des Erfolges“

Für Ronny Pflichtbeil ist auch 28 Jahre später klar, wer den entscheidenden Anteil hatte: „Eckhard Ehrke war der Vater des Erfolges. Er hat viel Neues reingebracht und uns stark gemacht. Er hat großen Wert auf Disziplin gelegt. Und der Zusammenhalt innerhalb der Truppe war riesengroß.“

Verbandsliga-Jahre und Rückzug

In ihrer ersten Verbandsliga-Saison 1998/99 behaupteten sich Axel Dietmann, Stephan Hermann, Maik Hasenjäger, Dirk Lenz, Torsten Gundlack und Co. beachtlich: Unter 16 Mannschaften belegten sie am Ende den 9. Tabellenplatz. Ein Jahr später ging es im Gesamtklassement sogar noch einen Rang nach oben – Lok Anklam wurde Achter. Auch 2000/01 schafften die Peenestädter sportlich den Klassenerhalt.

Trotzdem endete anschließend das Verbandsliga-Kapitel: Aus finanziellen Gründen zog sich der Verein nach der Serie aus der höchsten Spielklasse des Bundeslandes zurück.

Unterstützt wird das Wiedersehen von Ford Schröder, den Motorenwerken Anklam und der Bauelemente Finke GmbH. „Sie haben uns mit Blick auf unser Treffen am Wochenende finanziell unter die Arme gegriffen“, erklärte Ronny Pflichtbeil.