Traktor Pentz ist mit einer Niederlage in die Saison 2026/27 der Landesklasse Staffel III gestartet. Im Heimspiel gegen den TSV Einheit Tessin unterlagen die Pentzer am Ende mit 3:4, nachdem sie lange Zeit deutlich zurückgelegen hatten. Bereits vor dem Anpfiff stand das Team unter schlechten Vorzeichen, denn Trainer Heiko Runge musste wegen Verletzungen auf mehrere Leistungsträger verzichten.
Schwache erste Halbzeit führt zu klarem Rückstand
Die Gäste aus Tessin nutzten die Schwächen der Pentzer eiskalt aus und gingen bereits nach drei Minuten in Führung. Nach einem Eckstoß sah die Abwehr tatenlos zu, wie Lucas Blohm zum 1:0 traf. In der 14. Minute leistete sich Pentz einen zu kurz geratenen Rückpass auf den eigenen Torwart, und Rinaldo Izdebski erhöhte auf 2:0. Pentz antwortete zwar mit einem erstklassigen Angriff, bei dem Moritz Lorenz das Lattenkreuz traf, doch Izdebski war in der 28. Minute erneut zur Stelle und stellte auf 3:0.
Schon zur Halbzeitpause stand dem langjährigen Pentzer Vereinsfunktionär Siegfried Zellmer die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Ich würde mich besser fühlen, wenn das Ergebnis andersrum wäre“, sagte er. Auch Vereinsvorsitzender Markus Borgwardt zeigte sich verärgert: „Hier passte nichts zusammen. Positiv zu sehen, ist die Moral der Mannschaft, die in der Schlussviertelstunde zu einer guten kämpferischen Steigerung führte. Auf dieser Leistung kann aufgebaut werden.“
Pentz findet erst spät ins Spiel
Auch nach dem Wiederanpfiff fand Pentz zunächst keine Bindung zum Spiel. Acht Minuten nach der Pause entschärfte Torwart Jannik Strek zwar einen platzierten Schuss, doch den folgenden Eckball wehrte die Abwehr zu kurz ab, und Christoph Jahnke staubte zum 4:0 ab. Selbst bei vielversprechenden Standards fand Pentz keine Präzision, und das fünfte Gegentor schien nur eine Frage der Zeit.
Dann erwachte jedoch der Kampfgeist der Hausherren. Marlon Meletzki drang nach starkem Antritt in den Strafraum ein und wurde per Handabwehr gestoppt – Elfmeter. Steffen Schubert verkürzte zum 1:4 und kurbelte in der Folge das Angriffsspiel an. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff traf Schubert mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 2:4, und in der Schlussminute erzielte Lorenz nach Zuspiel von Schubert das 3:4. In der Nachspielzeit rettete Tessins Torwart mit zwei Glanzparaden den Vorsprung.
Aufholjagd kommt zu spät
Traktor-Routinier Marco Sprenger zeigte sich nach der Partie zwiegespalten: „Die erste Halbzeit haben wir völlig verpennt. Das enorme Engagement in den letzten fünfzehn Minuten hat gezeigt, dass wir trotz der Ausfälle funktionieren.“ Die Aufholjagd kam am Ende jedoch zu spät, Pentz blieb im ersten Saisonspiel ohne Punkte. Die Mannschaft spielte mit: Strek – Sprenger, Wach, Prause (67. W. Chalaitzidis), Fandrich, A. Muth, Boetig (61. Schubert), Meletzki, Luth (84. Schmitz), Baumann, Lorenz.