Feiner Sand, wilde Küsten, klares Wasser: Wer für einen Traumstrand nicht in die Ferne fliegen will, wird an der Ostsee fündig. Zwischen Steilküsten, uralten Wäldern und kilometerlangen Sandbänken verstecken sich einige der schönsten Flecken Deutschlands. Auch einen der schönsten Sonnenuntergänge Europas kann man an einem Strand in Mecklenburg-Vorpommern erleben.
Weststrand Darß: Wo die Ostsee noch wild sein darf
Er gilt als einer der schönsten Naturstrände Deutschlands: Der Weststrand auf dem Darß wirkt an vielen Stellen wie eine vergessene Küstenlandschaft. Keine Hotelburgen, keine Strandpromenade – stattdessen feiner Sand, wilde Dünen und die berühmten Windflüchter, vom Sturm geformte Bäume direkt am Meer.
Der Strand liegt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Genau das macht seinen Charme aus: Wer hier ankommt, hat sich den Ausblick verdient. Besonders: Einer der letzten wirklich wilden Ostsee-Strände Deutschlands.
Nienhagen: Baden neben dem geheimnisvollen Gespensterwald
Nur wenige Kilometer von Rostock entfernt wartet ein ungewöhnliches Natur-Duo: der Strand von Nienhagen und der berühmte Gespensterwald. Die alten Bäume direkt an der Steilküste wurden über Jahrzehnte vom Wind geprägt – ihre bizarren Formen sorgen für eine fast märchenhafte und zugleich leicht schaurige Kulisse.
Der Strand ist ruhiger als viele bekannte Ostsee-Badeorte und bietet Spaziergängern spektakuläre Ausblicke über die Küste. Besonders: Wo sonst kann man erst durch einen mystischen Wald laufen und wenige Minuten später in der Ostsee baden?
Sassnitz: Strand mit Kreidefelsen-Kulisse
Auf Rügen wird die Ostsee zur Naturbühne. Rund um Sassnitz treffen Meer, Wald und die berühmten weißen Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund aufeinander. Die steilen Felswände über dem Wasser gehören zu den bekanntesten Landschaften Deutschlands. Wer hier unterwegs ist, bekommt keine klassische Strandkulisse – sondern ein spektakuläres Naturkino.
Im Juli kam es immer wieder zu Einsätzen der Polizei, da dort Menschen illegalerweise kletterten. Trotz der traumhaften Kulisse wird gebeten, im erlaubten Bereich zu bleiben. Besonders: Eine der eindrucksvollsten Küstenlandschaften der Ostsee.
Schönberger Strand: Der Ostsee-Klassiker mit Seebrücke
Ein kleiner Ausflug über die Landesgrenze: Der Schönberger Strand in Schleswig-Holstein ist ein echter Klassiker. Kilometerlanger Sand, flaches Wasser und die markante Seebrücke machen ihn besonders bei Familien beliebt. Die Seebrücke ragt weit ins Meer und wird bei Sonnenuntergang zur beliebten Fotokulisse.
Besonders: Ostsee-Urlaub wie aus dem Bilderbuch – mit Strandkorb, Wellen und Seebrücken-Feeling.
Lubmin: Breiter Sandstrand mit ungewöhnlicher Kulisse
Der Strand von Lubmin an der Greifswalder Boddenküste ist ein Geheimtipp für alle, die viel Platz und es eher ruhiger mögen. Der breite Sandstrand fällt flach ins Wasser ab und ist besonders für Familien geeignet. Das Herzstück des Lubminer Strands ist die 350 Meter lange Seebrücke. Sie wurde 1992 neu errichtet. Zudem gibt es in Lubmin gleich zwei Hundestrände.
Besonders: Die Ausrichtung. Da hier von Frühjahr bis Herbst die Sonne direkt über dem Greifswalder Bodden untergeht, bietet sich ein faszinierender Anblick aus intensiven Farben und beeindruckenden Sonnenuntergängen.
Ahrenshoop: Künstlerdorf trifft Steilküste
Ahrenshoop gehört zu den schönsten Orten der Ostseeküste. Zwischen Bodden und Meer liegt ein Strand mit wilder Steilküste, Dünen und einer besonderen Atmosphäre, die schon vor mehr als 100 Jahren Künstler anzog. Wer hier spazieren geht, erlebt eine Küste, die sich ständig verändert – Wind und Wellen formen die Landschaft immer wieder neu.
Im Meer, in direkter Strandnähe, kann auch ein alter DDR-Beton-Bunker entdeckt werden. Vor gut zwei Jahren ist an der Steilküste zwischen den Ostseebädern Ahrenshoop und Wustrow im Ortsteil Niehagen ein ehemaliger Überwachungsbunker der DDR-Streitkräfte abgerutscht. Besonders: Feiner, weißer Sandstrand, ein malerisches Dörfchen und eine tolle Fotokulisse. Zudem stehen etwa von Mai bis Juli (je nach Witterung) die Felder und Wiesen am Steilufer in voller Blüte: Unzählige Mohnblumen säumen den Wegesrand und bieten ein tolles Motiv.
Binz: Glamour und Strandkorb-Romantik
Der bekannteste Strand Rügens darf natürlich nicht fehlen: Binz verbindet feinen weißen Sand mit klassischer Bäderarchitektur. Die historische Seebrücke, die weißen Villen und die lange Strandpromenade machen den Ort einzigartig. Wer Ostsee-Urlaub mit etwas Nostalgie sucht, findet hier die perfekte Kulisse.
Besonders: Der wohl berühmteste Strand Mecklenburg-Vorpommerns. Neben dem Textilstrand mit Strandkörben gibt es hier zwei FKK-Strände sowie sechs Hundestrände.
Breege-Juliusruh: Mehr als 2000 Sonnenstunden im Jahr
Breege-Juliusruh ist das nördlichste Seebad Rügens. Juliusruh liegt direkt an der Ostsee und am Strand, Breege stärker am Bodden mit Hafen, Dorfstraße und alten Häusern. Der Ort liegt am Übergang von der Schaabe zur Halbinsel Wittow, östlich öffnet sich die Tromper Wiek. Für den Urlaub bedeutet das: viel offenes Meer, ein weiter Strand direkt vor der Tür und kurze Wege zu Ausflugszielen wie Kap Arkona oder ins Windland Wittow im Norden der Insel.
Besonders: Der Strand liegt in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Für Juliusruh wurden schon früh mehr als 2000 Sonnenstunden im Jahr gemessen, und auch neuere Vergleiche zeigen, dass der Norden Rügens beim Sonnenschein weit oben liegt.
Vom wilden Weststrand über die mystische Küste von Nienhagen bis zur mondänen Strandpromenade von Binz: Die Ostsee ist weit mehr als nur Sand und Strandkorb. Gerade Mecklenburg-Vorpommern zeigt, wie spektakulär die deutsche Küste sein kann.