Beim vierten Oldtimer- und Militärfahrzeugtreffen in Eggesin haben die Mitglieder des Militärhistorischen und technischen Museums e.V. ihren frisch restaurierten Schützenpanzerwagen (SPW 60 PB) der Öffentlichkeit vorgestellt. Hunderte Besucher kamen am vergangenen Wochenende auf das ehemalige NVA-Gelände, viele reisten mit eigenen Zwei- und Vierrädern an, die sie präsentierten.
Förderung vom Landesförderinstitut
Lutz Gutgesell und Ronny Karbe berichteten, dass der Verein den SPW vor gut vier Jahren für 21.000 Euro gekauft hat. Dafür gab es eine Förderung vom Landesförderinstitut (LFI) in Höhe von 19.000 Euro.
In mehr als 500 Arbeitsstunden wurde der Schützenpanzer demilitarisiert. Das heißt, er hat seine Funktion als Waffe und Schutzschild verloren und ist für militärische Zwecke unbrauchbar. Zu DDR-Zeiten waren Hunderte dieser Fahrzeuge in der Region stationiert. Jetzt ziert der SPW die Eintrittskarte des Museums.
Kettenpanzer bleibt das große Ziel
„Eigentlich wollten wir einen Kettenpanzer“, sagt Lutz Gutgesell. Er weiß, wie gern Großväter ihren Enkeln einen Kettenpanzer mit Kanone zeigen wollen. Ein solches Fahrzeug gehöre einfach in die Eggesiner Ausstellung. Beim Verkäufer des SPW hätten einige solcher Panzer gestanden, doch diese seien unverkäuflich gewesen. Man habe wirklich alles versucht, erzählt er.
„Wir bleiben aber dran. Es ist immer noch unser großes Ziel“, so Gutgesell. Stolz sei man trotzdem auf den SPW und auf alle anderen Ausstellungsstücke, die von der Eggesiner Tradition einer Garnisonsstadt erzählen und Menschen aller Generationen zusammenbringen.