Fotorätsel gelöst: DDR-Polizei in Templin und das Hotel König von Preußen
Fotorätsel gelöst: Polizei in Templin und Hotelgeschichte

Ein Blick genügte und der Röddeliner Joachim Krämer hatte erkannt, um welches Gebäude es in der neuen Folge der Serie „Historischer Guckkasten“ ging: „Das Eckgebäude Am Markt/Ecke Puschkinstraße kenne ich gut. Dort befand sich zu DDR-Zeiten die Polizei. Dort habe ich 1969 meinen Führerschein gemacht, für Lkw und Motorrad. Theorie und Praxis habe ich beides im ersten Anlauf bestanden“, so der Röddeliner. Er verriet auch, was er damals dafür bezahlt hat: „50 DDR-Mark für den Lkw-Führerschein, 60 für den Motorrad-Führerschein.“ Auch Ronald Wienecke absolvierte im Schulungsraum des Volkspolizeikreisamtes (VPKA) die Prüfung für den Moped-Führerschein. „Das war 1970“, ließ er wissen.

Zuerst als Hotel genutzt

Klaus Preuß ist in Milmersdorf zu Hause. Er hatte eine Lupe bemüht, um zu erkennen, was auf dem Schild über der Eingangstür des Hauses stand: Hotel „König von Preußen“. „Das sagte mir nichts, was kein Wunder ist. Schließlich stammt die alte Aufnahme aus dem Jahr 1920“, so Klaus Preuß. „Aber ich weiß, dass das Gebäude heute für Wohn- und Geschäftszwecke genutzt wird. Im unteren Teil hat ein vietnamesischer Händler sein Geschäft.“

Erinnerungen an Nachbargeschäfte

Rolf Prütz und Christine Kramersmeyer aus Beutel lagen mit ihrem Tipp ebenfalls richtig. „Rechts neben der Polizei befand sich ein Tabakhändler, daneben das Café Am Markt“, so Rolf Prütz. Er erzählte außerdem, dass in dem Gebäude der Polizei auch eine Werksküche untergebracht war. „Dort aßen nicht nur Polizisten zu Mittag, sondern auch Mitarbeiter aus anderen Betrieben“, sagte die Templinerin Ute Schröder.

Weitere Hinweise aus der Leserschaft

Gisela Senftleben aus Templin, die gern beim „Guckkasten“ miträtselt, bekam den entscheidenden Hinweis von ihrer Tochter. „Hinter dem Gebäude geht es rechts zur ehemaligen Post.“ Marlis und Horst Kerlikofsky, die in Templin wohnen, meldeten sich ebenfalls zu Wort. „Meine Frau wusste sofort, an welcher Stelle die Aufnahme gemacht wurde. Denn gegenüber dem Gebäude gab es früher einen Konsum. Dort hat sie kurzzeitig gearbeitet“, berichtete Horst Kerlikofsky. Auch Klaus-Peter Lange ist in Templin zu Hause. Er hatte bei einem Besuch im Café „Stadtmauereck“ einen Blick in unsere Zeitung geworfen und war auf den „Historischen Guckkasten“ aufmerksam geworden.

Stadtverwaltung in Außenstellen

Sigrid Rolf, eine ehemalige Templinerin, erzählte bei ihrem Anruf, dass zu DDR-Zeiten in dem Haus mit der Nr. 12 sowie in dem daneben liegenden Gebäude einige Bereiche der Stadtverwaltung untergebracht waren. „Damals befand sich die Verwaltung noch im Historischen Rathaus auf dem Markt. Weil dort nicht genug Platz war, gab es diese Außenstellen. Später zog die Stadtverwaltung dann in die Prenzlauer Allee um.“

Die richtige Antwort wussten außerdem Ilse Krüger, Klaus Behm und Manfred Paesler, alle aus Templin.