Inkontinenz: Demminer Klinik setzt auf sanfte Therapien
Inkontinenz: Demminer Klinik setzt auf sanfte Therapien

Rund neun Millionen Menschen in Deutschland sind von Inkontinenz betroffen, Frauen häufiger als Männer. Das Kreiskrankenhaus Demmin empfiehlt, Symptome wie Blasenschwäche, ungewollten Urinverlust oder Druck im Becken frühzeitig abklären zu lassen. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe betont, dass es zahlreiche Therapien gibt, die oft ohne Operation auskommen.

Ursachen und betroffene Gruppen

Als Ursachen nennt die Klinik unter anderem Schwangerschaften, hormonelle Veränderungen, Übergewicht, neurologische Erkrankungen oder Beckenbodensenkungen. Auch jüngere Frauen können betroffen sein. „Viele Frauen sprechen aus Scham nicht über ihre Beschwerden oder halten Inkontinenz für eine Alterserscheinung. Das stimmt nicht“, erklärt Oberarzt Mobin Mazhar. Es gebe wirksame Therapien, von Medikamenten und Hilfsmitteln bis zu modernen Operationen.

Konservative Behandlung zuerst

Im Kreiskrankenhaus Demmin liegt der Fokus zunächst auf konservativen Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, Beckenbodentraining, Blasentraining oder Medikamenten. Erst wenn diese nicht ausreichen, wird ein operativer Eingriff in Betracht gezogen. Die Klinik bietet verschiedene Verfahren an, darunter Rekonstruktionen des Beckenbodens und das Einlegen von Schlingen unter die Harnröhre.

Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Lebensqualität und erhöht die Erfolgschancen, betont Mazhar.