Ronny und Britta Unger haben mit ihrem selbst entwickelten Käsedöner ein erfolgreiches Geschäftsmodell aufgebaut. Während der Sommermonate touren sie mit ihrer kulinarischen Eigenkreation über die größten Musikfestivals in ganz Deutschland – von Rock im Park über Wacken bis zum Deichbrand-Festival. Zuletzt waren sie beim Hamburger Kultursommer mit Auftritten der Toten Hosen und Kraftclub vertreten.
Vom Lachsdöner zum Käsedöner
Ursprünglich erfand Ronny Unger einen Lachsdöner aus Lachs und Seelachs. Da Käse bei den Menschen jedoch beliebter ist als Lachs, entwickelte er seine Idee vom Käsedöner weiter – damals noch im Berliner Raum. Parallel brachte ein Schweizer eine ähnliche Variante auf den Markt. Britta Unger betont: „Unser Käsedöner, das Original mit dem geschmolzenen Käse.“
Das Paar ist seit zwölf Jahren zusammen, seit fünf Jahren verheiratet. „Es war Liebe auf den fünften Blick“, erzählt die 40-Jährige. Pro Festival beschäftigen sie zehn bis 15 Mitarbeiter, einige sind seit über zehn Jahren dabei.
1200 Kilokalorien und 130 Gramm Käse
Der Käsedöner wird mit Pfannengemüse aus Prinzessbohnen und Karotten serviert, dazu kommen hausgemachter Krautsalat und verschiedene Saucen – alles im Sesam-Panini-Brot. Kunden können zwischen Knoblauchwurst Sucuk, Räucherlachs, Pulled Chicken oder einer Veggie-Variante mit Nachos und Röstzwiebeln wählen. Ein Sucuk-Döner hat rund 1200 Kilokalorien und enthält 130 Gramm Käse. „Wir sind da die Sattmacher“, sagt Ronny Unger. Die 30 Kilogramm schweren Dönerspieße stellt er eigenhändig nach eigener Rezeptur her – das Rezept bleibt Betriebsgeheimnis.
Neue Heimat im alten Gasthaus
Der bisherige Firmensitz im Brandenburgischen wurde zu klein. Die Corona-Pandemie zeigte dem Paar, dass es wichtig ist, sich breiter aufzustellen. 2021 fanden sie im Ducherower Ortsteil Heidemühl ein zum Verkauf stehendes Waldrestaurant und verliebten sich sofort. „Wir haben anderthalb Jahre im Saal gewohnt. Der war unser großes Wohnzimmer“, berichtet Britta Unger. Das Gasthaus betreiben sie heute als Eventlocation für Feste und Familienfeiern. In den Pensionszimmern und zwei Bungalows können Gäste und Urlauber übernachten.
„Tweete Heimat“ nennen sie das Konzept – ein Ort, der zur zweiten Heimat werden soll. In Heidemühl arbeiten sie auch an neuen Variationen des Käsedöners und weiteren kulinarischen Erfindungen.