New Yorker Pianist vertont Gemälde von Jesko Donst
New Yorker Pianist vertont Gemälde von Donst

Ein Gemälde des Künstlers Jesko Donst ist jetzt Gegenstand eines Konzerts im New Yorker Central Park gewesen. Der amerikanische Pianist und Komponist Margin Alexander hat sich ein Blumenstillleben von Jesko Donst ausgesucht und eine Komposition danach geschaffen. Auch Werke anderer Maler aus aller Welt waren Teil des sogenannten Manhattan Studio Projekts.

Jesko Donst, der in Teterow aufgewachsen ist und lange Zeit zur Schule gegangen ist, zeigt sich überrascht und erfreut. „Eines Tages wurde ich von ihm angeschrieben“, erzählt der gelernte Porzellanmaler. „Er hatte mein Bild auf Instagram gefunden.“

Musik nach Bildender Kunst

Margin Alexander lässt sich von verschiedenen Werken der Bildenden Kunst zu seiner Musik inspirieren. Was er komponiert, gefällt Jesko Donst: klassisch, etwas verträumt, aber auch mit jazzigen Anklängen.

Gefallen, ja fasziniert und beeindruckt hat Margin Alexander unter anderem die Poesie in den dargestellten Blumen, die kleinen Details in den Farben, die die Vielfalt der Flora widerspiegeln. „Ich hatte das Gefühl, als wäre ich in eine Welt von Geschöpfen eingetaucht, die mit mir sprechen. Es war, als würden sie anfangen zu singen“, sagte der Pianist, bevor er zu spielen begann. Er vergaß auch nicht, seinem Publikum im New Yorker Central Park den Künstler „aus Deutschland, genau im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern“, vorzustellen.

Suite für die Blauen Stunden

In dem Aquarell „Gartenblumen zur Blauen Stunde“ habe der Komponist die Musik, das Cello, die Saiten geradezu gefühlt, wie er weiter ausführt. So habe er seine kleine Suite speziell diesen geheimnisvollen Gartenblumen zur Blauen Stunde gewidmet, ohne in deren poetische, geheimnisvolle Welt eindringen zu wollen.

Jesko Donst sagt selbst recht bescheiden über seine Kunst: „Als Naturmaler erstelle ich auch Bilder, die in der Tapetenproduktion verwendet werden, so dass viele Menschen ihre Wohnräume verschönern können.“

Künstlerische Laufbahn

Der ehemalige Teterower hat in Meißen, Brasilien sowie Westberlin gelebt und schafft jetzt seine filigranen Blumen- und Vogelstillleben in der Nähe von Stralsund. Gemeinsam mit der Pariser Zeichnerin Gudrun von Maltzan hat er in der Galerie am Bahnhof Teterow ausgestellt, wo auch einige seiner Bilder zu haben sind. Durch Initiative der Eickelberger Gutshausretterin Anja Kannenberg hat er zudem einen Sommer lang die alte Feldsteinkunstkirche in Langenhanshagen künstlerisch bespielt. Fasziniert haben seine Meisterwerke auch in der Schau „Dölitziös“ vor den barocken Wänden im Gutshaus Dölitz bei Gnoien.

Jesko Donst hat sein einmaliges Handwerk an den Porzellanmanufakturen Meißen und Berlin (West) gelernt. Seine feinen Buch-Illustrationen, Bühnen-Dekorationen, Design-Entwürfe für Geschenkpapiere, Postkarten, Servietten und Tapetenmuster finden begeisterte Kunden in Deutschland, den USA, Kanada, England, Frankreich und Österreich.

Jetzt nahe des Darß zuhause, wimmeln und krabbeln Käfer, Schmetterlinge und Blumen in phantasiereichen Dekorationen. Nach solch enormer Konzentration mit extrem feinen Pinseln möchte sich der Künstler nur noch erschöpft in seinen Garten legen – und Opernarien sowie der Musik von Margin Alexander lauschen.