Beim Dorffest in Wotenick gab es Oldtimer, Erbseneintopf und 30 Bleche Kuchen. Hunderte Besucher kamen, um die Vielfalt zu erleben. Felix Schliwa von der Unterhaltungsagentur Fesch-Event hatte den Festplatz in eine Erlebniswelt verwandelt.
Festkomitee organisierte viele Höhepunkte
Mehrere Frauen aus dem Dorf hatten sich zu einem Festkomitee zusammengeschlossen. „Mit ihrem Engagement haben sie viele Höhepunkte vorbereitet, um den Besuchern reichhaltig Abwechslung zu bieten“, erklärte Felix Schliwa. Sein Team sorgte mit Musik für Stimmung.
Besonders gut kamen die Oldtimer an – Traktoren, Autos und Motorräder. Thomas Kaiser hatte einen Kremseranhänger hinter seinen Traktor FAHR D 17 NH von 1954 gekoppelt. „Unsere Mund-zu-Mund-Propaganda und die Plakatinformationen hatten Erfolg. Die Beteiligung der Oldtimerfreunde ist prima“, sagte er.
Geschichten der Oldtimer-Freunde
Fritz Lexow aus Grimmen zeigte einen JC Wyvern von 1986. „Dieses Auto habe ich mir aus England geholt und selbst restauriert. Es ist ein Bausatzauto, das den Stil der 30er Jahre präsentiert“, erklärte er. Jens Fenner aus Stavenhagen kam mit einem wassergekühlten Famulus RT von 1964. „Für die Restauration habe ich ein dreiviertel Jahr gebraucht. Allein an der Motorhaube habe ich fünf Tage gespachtelt und geschliffen“, berichtete er.
Julia Leddig aus Beggerow hatte ebenfalls einen Famulus von 1964 dabei. „Den haben Freunde und Bekannte restauriert und nun soll ich damit fahren. Ich bin körpermäßig ein Leichtgewicht und hebe bei jeder Bodenwelle vom Sitz ab“, erzählte sie, aber sie steuerte ihren Traktor sicher im Konvoi.
Werner Schmidt aus Demmin präsentierte ein JAWA-Motorrad von 1962. „Diese Maschine besitze ich seit sieben Jahren und bin seither 2280 km damit gefahren. Das Motorrad hat eine Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h. Ich tuckere mit Tempo achtzig/neunzig über die Landstraßen und genieße die Ausfahrten“, sagte er und erinnerte sich an seine Jugend in einer Motorradclique.
Kulinarik und Unterhaltung
Die Uposter Feuerwehr servierte Erbseneintopf, auch Pommes, Bratwurst und Grillfleisch waren gefragt. Kinder tobten auf der Hüpfburg und ließen sich Tattoos machen. Die Tanzgruppen der Stilbruch Dancing Girls aus Wotenick begeisterten im Festzelt – der Verein besteht seit 29 Jahren.
Die Kuchenfeen Peggy Langkau und Heike Landt hatten 30 Bleche Kuchen vorbereitet. „In Wotenick wurde gebacken, als gebe es kein Morgen mehr“, stellten sie fest. Der „Blonde Hans“ sorgte für Musik, die Tombola ließ die Spannung steigen, und mit einer Tanzveranstaltung endete das Fest.