Pflicht-Fahrtauglichkeitstest für Wohnmobilfahrer gefordert
Pflicht-Fahrtauglichkeitstest für Wohnmobilfahrer

Ein Beinahe-Unfall mit einem Wohnmobil hat die Diskussion um die Fahrtauglichkeit von Camper-Fahrern neu entfacht. Die Autorin einer Kolumne fordert nun verpflichtende Prüfungen für alle, die solche Fahrzeuge steuern.

Beinahe-Unfall auf der Landstraße

Gestern Abend wurde die Autorin auf den letzten Kilometern vor ihrem Zuhause von einem langsam fahrenden Wohnmobil gestoppt, das mit 60 km/h auf der Landstraße unterwegs war. Zunächst schien das harmlos, doch im Dorf beschleunigte der Fahrer auf 80 km/h und wurde erst am Ortsende wieder langsamer, als bereits 100 km/h erlaubt waren.

Beim Überholversuch zog der Wohnmobilist plötzlich nach links, sodass die Autorin stark bremsen musste. Sie konnte einen Zusammenstoß gerade noch vermeiden. Ein dahinter fahrender Radfahrer blieb ebenfalls unverletzt.

Blick in die Fahrerkabine

Beim zweiten Überholvorgang sah die Autorin, dass ein Mann, geschätzt weit über 70 Jahre, am Steuer saß und das Lenkrad umklammerte. Neben ihm saß seine Frau, die mit der Nase fast an der Scheibe hing – offenbar übernahm sie die Beobachtung des Verkehrsgeschehens.

Solche Aufgabenteilungen sind laut der Autorin bekannt, aber gerade bei Wohnmobilen und Gespannen problematisch, da die Fahrzeuge aufgrund ihrer Größe und Schwere schwerer zu handhaben sind. Viele Menschen beginnen erst im Rentenalter mit diesem Hobby.

Forderung nach verpflichtenden Prüfungen

Die Autorin plädiert daher für verpflichtende Camper-Fahrtauglichkeitsprüfungen – nicht nur für Senioren, sondern für alle, um die allgemeine Sicherheit zu erhöhen. Sie fragt ihre Leser nach deren Meinung zu dieser Idee.