Pirol in Neubrandenburg fotografiert: Minol-Maskottchen in natura erwischt
Pirol in Neubrandenburg fotografiert: Minol-Maskottchen erwischt

Der Neubrandenburger Hobbyfotograf Wolfgang Dee hat ein Pirolpaar in der Stadt mit seinem Teleobjektiv fotografiert. Der Vogel ist vielen noch als Werbefigur der DDR-Tankstellen bekannt, in der Natur aber nur selten zu sehen.

Minol-Pirol als Werbefigur

„Sehr viele kennen ihn noch aus der DDR-Zeit, den Minol-Pirol als Werbefigur der ostdeutschen Minoltankstellen“, schreibt Dee zu seinem Foto. „Aber kaum jemand hat ihn in natura gesehen.“ Der Vogel verstecke sich gerne im dichten Laub hoher Bäume: „Hier in der Gegend sind es meist Pappeln. So waren auch die Weitiner Pirole im Pappelwäldchen zu hören.“

Glücklicher Moment am Südhang

Die Anwesenheit eines Pirols erkenne man eigentlich nur an seinem einzigartigen typischen Ruf. Manchmal sehe man ihn auch vorbeifliegen, doch bisher waren sie leider immer zu schnell für den Auslöser von Wolfgang Dee. Nur nicht dieses Mal: „Doch nun hat es endlich geklappt. Das Pirolpaar pausierte gerade für eine Minute auf dieser Pappel am Südhang des Neubrandenburger Malerviertels.“

Wolfgang Dee drückte ab und schickte sein Foto an die Redaktion.

Maskottchen aus DDR-Zeiten

Der Minol-Pirol war das Maskottchen des VEB Minol, dem Betreiber des Tankstellennetzes in der DDR. Der Vogel wurde vom Puppengestalter Heiner Knappe entwickelt und tauchte ab den 1960er-Jahren als Trickfigur im Werbefernsehen der DDR auf. So gab er etwa Autofahrern in der Sendung „Tausend Tele-Tips“ sinnvolle Ratschläge. Sein bekanntester Werbespruch war: „Stets dienstbereit zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol.“