Am Samstag um 15 Uhr empfangen die Landesklasse-Fußballer des SV Murchin/Rubkow in der zweiten Runde des Landespokals den Landesligisten VFC Anklam. Das Duell ist nicht nur sportlich reizvoll, sondern auch von persönlichen Verbindungen geprägt.
Gemeinsame Vergangenheit und persönliche Bande
Viele Spieler beider Teams verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Einige, die heute für Murchin/Rubkow auflaufen, haben das Fußballspielen einst in Anklam gelernt. Für manche ist Anklam sogar die Heimatstadt, was das Aufeinandertreffen besonders macht.
„So ein Derby ist immer etwas Besonderes. Da ist Feuer drin und es herrscht eine ganz andere Anspannung. Natürlich ist die Vorfreude entsprechend groß“, sagt VFC-Spieler Lukas Behm.
Comeback-Hoffnung bei Murchin
Auch Murchins Torhüter Johann Wegner fiebert dem Spiel entgegen. Er spielte selbst im Nachwuchs der Peenestädter und möchte das Duell nicht verpassen. Nach verletzungsbedingten Ausfällen in der ersten Pokalrunde und zum Liga-Auftakt hofft er, am Samstag wieder im Tor zu stehen.
„Für mich ist das ein ganz besonderes Spiel. Ich gehe davon aus, dass richtig viele Zuschauer ins Waldstadion kommen werden. Vielleicht schaffen wir es ja, als Kleiner den Großen zu ärgern. Genau das ist unser Ziel“, so Wegner.
Seltenes Duell mit klarer Rollenverteilung
Pflichtspiele zwischen beiden Teams sind selten. Das letzte Aufeinandertreffen liegt mehr als zwölf Jahre zurück: Im Februar 2014 gewann der VFC in Murchin mit 7:2. Während Murchin/Rubkow in dieser Saison in die Landesklasse aufstieg, spielt der VFC seit Jahren in der Landesliga und entging in der Vorsaison nur knapp dem Abstieg.
„Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir haben in der vergangenen Saison noch Kreisoberliga gespielt, der VFC ist ein etablierter Landesligist. Die Rollen sind also ganz klar verteilt“, sagt Mu/Ru-Spielertrainer Philipp Wegner.
Pokaldrama als Mutmacher
In der ersten Pokalrunde bewies Murchin bereits Nervenstärke: Beim SV Rot-Weiß Trinwillershagen setzte sich das Team nach Elfmeterschießen mit 12:11 durch. Der Aufsteiger will dem Favoriten einen heißen Pokalnachmittag bereiten.
„Wenn wir den Favoriten ärgern wollen, muss bei uns an diesem Tag wirklich alles zusammenpassen – emotional, kämpferisch und vor allem auch fußballerisch. Wir brauchen einen Sahnetag“, fordert Philipp Wegner.
Der VFC ist gewarnt. „Murchin wird alles reinwerfen, um uns zu ärgern. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, sagt Behm. VFC-Spielertrainer Tom Fraus verlangt einen konzentrierten Auftritt: „Wir wollen den Klassenunterschied deutlich machen und eine gewisse Reife an den Tag legen. Es ist ein Pokalspiel. Wir wissen, dass uns ein hochmotivierter Gegner erwartet.“
Fehlstart als zusätzlicher Ansporn
Beide Teams verloren zum Ligastart. Murchin/Rubkow unterlag im Aufsteigerduell gegen Loitz mit 1:3, der VFC verlor in Malchin mit 2:5. „Wir wollen nach dem verkorksten Saisonstart unbedingt eine Reaktion zeigen, die Weichen wieder geraderücken und uns mit einem Erfolg Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben in der Liga holen“, erklärt Behm.
Für den VFC steht viel auf dem Spiel: „Verlieren ist für uns keine Option. Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden“, so Behm abschließend.