Die Hansestadt Demmin hat das Grundstück Adolf-Pompe-Straße 12 bis 15 vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte für 1 Euro erworben. Auf dem Areal des neuen Sanierungsgebiets Anklamer Vorstadt II befinden sich derzeit Haus 2 der Stadtverwaltung und der Museumsfundus.
Fassade und Aufzüge im Fokus
Für die anstehende Sanierung des stadtbildprägenden, denkmalgeschützten Gebäudes bereitet die Stadt jetzt die nächsten Schritte vor. Aktuell läuft die europaweite Ausschreibung für Objektplanung, Tragwerksplanung und technische Gebäudeausrüstung. Rund 10 Millionen Euro soll die Sanierung kosten.
Im Fokus liegen dabei zunächst die Fassade und Aufzüge. Damit sollen ein barrierefreier Zugang, Brand- und Arbeitsschutz sichergestellt werden. Denn in dem aktuellen Zustand des Gebäudes gibt es keinen zweiten Rettungsweg, erklärt der Bauamtsleiter der Stadt Demmin, Thomas Engler. Ob dann letztlich noch Geld übrig bleibt, um den alten Kreistagessaal wieder historisch korrekt herzustellen, bleibt abzuwarten.
Baubeginn frühestens im Juli 2029
„10 Millionen hört sich erst einmal viel an. Aber bei der Sanierung eines Denkmals kann man zusehen, wie das Geld schwindet“, sagt Thomas Engler. Den konkreten Umfang der Sanierung des Hauptgebäudes würden Objekt- und Fachplaner erst im Laufe des nächsten Jahres ersichtlich machen.
Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern hat dem Einsatz der erforderlichen Städtebaufördermittel zugestimmt, heißt es aus der Stadtverwaltung. Die Genehmigungsplanung ist bis Ende Januar 2028 vorgesehen.
Ein Baubeginn ist frühestens für Juli 2029 geplant. Voraussetzung ist die Sicherung der Fördermittel aus dem Programm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ sowie der städtische Eigenanteil. Wenn das alte Landratsamt saniert ist, könnte auch ein Museum in den Räumlichkeiten Platz finden. Die Nutzung dessen wird in der Objektplanung geprüft.
Altes Wirtschaftsgebäude wird zuerst saniert
Anders sieht es bei der alten Remise aus. Mit dem Gebäude soll die Sanierung beginnen. In den nächsten Wochen könnten sich durch das Schadstoffgutachten und das Gutachten des Restaurators schon wichtige Faktoren klären. „Wir hoffen, dass dieses Jahr dann noch etwas Greifbares erfolgen kann“, sagt Thomas Engler.
Das Wirtschaftsgebäude diente früher als „Garage des Landrats“, so der Bauamtsleiter. Ein Landrat vergangener Zeiten hatte dort gegen 1920 seine Pferde mit Kutsche stehen. Hier soll nun das Bürgerzentrum der Hansestadt seinen Platz finden. Die Sanierung des Komplexes auf dem Grundstück Adolf-Pompe-Straße 12 bis 15 erfolgt also vom Kleinen ins Große. Schließlich soll das Landratsamt „in altem Glanz erstrahlen“, sagt Thomas Engler.