Lokschuppenareal öffnet erstmals seit 15 Jahren zum Denkmaltag
Lokschuppenareal öffnet erstmals seit 15 Jahren (23.08.2026)

Neubrandenburg beteiligt sich am bundesweiten Tag des offenen Denkmals mit drei Führungen. Am 13. September öffnen das Lokschuppenareal, die Tollensekaserne und die mittelalterliche Wallanlage ihre Türen. Besucher sollen historische Verbindungen, technische Entwicklungen und Orte der Stadtgeschichte neu entdecken können.

Lokschuppenareal nach 15 Jahren wieder zugänglich

Das Lokschuppenareal ist erstmals seit 15 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich, nachdem der ältere Lokschuppen gesichert wurde. An den historischen Gebäuden und Gleisanlagen können Besucher sehen, wie technische Infrastruktur und Stadtentwicklung miteinander verbunden sind.

In kleinen Gruppen erläutern Fachleute die Geschichte und die Planung des zukünftigen digitalen Innovationszentrums sowie des Bahnhof-Quartiers. Auch denkmalpflegerische Herausforderungen werden thematisiert. Die Führung auf dem Areal ist nicht barrierefrei.

Wie die Stadt mitteilt, ist die Führung über das Lokschuppen-Areal, das im 19. Jahrhundert erbaut und in der DDR genutzt wurde, bereits ausgebucht. „Wir prüfen, ob wir für den Lokschuppen einen Zusatz-Termin anbieten können“, heißt es aus dem Rathaus.

Tollensekaserne und Wallanlage mit Führungen

Am Vormittag können Interessierte an einer Führung durch den Neubrandenburger Standort der Bundeswehr teilnehmen. Mit der Tollensekaserne „Weg am Hang“ stehen der Denkmalwert der Gesamtanlage sowie zwei denkmalgeschützte Kunstwerke im Mittelpunkt.

Zusätzlich bietet eine Führung um 13 Uhr auf der mittelalterlichen Wall- und Wehranlage einen Einblick in archäologische Erkenntnisse rund um das historische Verteidigungs- und Wegenetz. Der Treffpunkt ist der Haupteingang am Rathaus. Die Führung dauert etwa 60 Minuten und ist nur bedingt barrierefrei.

Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert die Kulturveranstaltung unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Seit 1993 präsentiert sie damit sonst nicht oder nur teilweise zugängliche Bauwerke und Denkmäler. Die Veranstaltung trägt außerdem den deutschen Beitrag zu den European Heritage Days bei, die das Bewusstsein für die Kultur und Vielfalt Europas fördern.

Die Führung in der Tollensekaserne ist auf 40 Teilnehmer begrenzt. Die Anmeldung erfolgt über www.neubrandenburg.de/kaserne und ist bis zum 4. September möglich. Interessierte erhalten dann Informationen zur Uhrzeit und zum Treffpunkt.