Die Gemeindevertreter der Feldberger Seenlandschaft haben sich mehrheitlich für eine überplanmäßige Aufwendung von 50.000 Euro entschieden. Es geht um den Bau einer Multifunktionshalle für den Zivil- und Katastrophenschutz sowie den Bauhof, ein Projekt, das bereits seit 2016 verfolgt wird. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 925.000 Euro.
Namensabstimmung und kontroverse Diskussion
In einer namentlichen Abstimmung votierten die Abgeordneten mehrheitlich für die zusätzlichen Mittel. Die Entscheidung fiel nicht leicht, da die Gemeinde verschuldet ist. Befürworter argumentieren, dass die Halle der Daseinsvorsorge dient und eine pflichtige Aufgabe sei. Kritiker hingegen sehen andere Vorhaben als wichtiger an.
Sanierung des Seebalkons verschoben
Um die Mehrkosten zu decken, wird die Sanierung des Seebalkons auf das Haushaltsjahr 2027 verschoben. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Leistung, wie es aus dem Rathaus heißt. So werden die benötigten Mittel für das Bauhof-Projekt freigegeben.
Technik und Ausstattung der Halle
Die Halle soll Platz für Technik von Bauhof, Zivilschutz und Feuerwehr bieten. Im Winter ist sie frostsicher, was besonders für den Löschwasseranhänger wichtig ist. Auch die Notstromaggregate, die derzeit an verschiedenen Standorten untergebracht sind, können hier regelmäßig gewartet werden.
Baustart und Details
Der Bau der Halle beginnt Ende August. Den Zuschlag erhielt die HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH aus Brünzow, die über Erfahrung in diesem Segment verfügt. Der Stahlbau auf dem Bauhofgelände wird 30 mal 18 Meter groß sein und drei Sektionaltore sowie ein Überwachungssystem erhalten. Das Dach ist wärmegedämmt und elektrisch für eine spätere Solaranlage vorbereitet. Vor der Halle entsteht eine 460 Quadratmeter große befestigte Rangierfläche. Die Fertigstellung ist bis Ende des Jahres geplant.