NDR-TV-Duelle zur Landtagswahl in MV: AfD und SPD am 16. September
NDR-TV-Duelle zur Landtagswahl in MV

Am 16. September um 21 Uhr stehen sich die Spitzenkandidierenden von AfD und SPD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bei einem Duell im NDR Fernsehen gegenüber. Einen Tag zuvor sind die Spitzenkandidierenden von CDU, Linken, Grünen und BSW zu einer Viererrunde eingeladen. Der NDR hat die wichtigsten Fragen zu den Sendungen beantwortet.

Ziel der Wahlduelle

Die Duell-Sendungen machen die politischen Unterschiede zwischen den Kandidierenden sichtbar. Sie geben ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen und Lösungsvorschläge zu festgelegten Themen vorzustellen und unmittelbar mit ihren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern zu diskutieren. So können sich die Wählerinnen und Wähler ein eigenes Bild davon machen, welcher Kandidatin oder welchem Kandidaten sie am ehesten zutrauen, das Bundesland gut zu regieren.

Auswahl der Teilnehmenden

Parteien und ihre Spitzenkandidierenden werden in den Sendungen entsprechend ihrer politischen Bedeutung und ihrer voraussichtlichen Bedeutung für den Wahlausgang berücksichtigt (Prinzip der abgestuften Chancengleichheit). Grundlage sind die repräsentativen Vorwahlumfragen des Instituts Infratest Dimap.

Im Duell am 16. September treten die Kandidierenden der Parteien gegeneinander an, die nach den zugrunde gelegten repräsentativen Umfragen die größten Chancen haben, stärkste Kraft oder stärkste Oppositionspartei zu werden und den künftigen Ministerpräsidenten bzw. die künftige Ministerpräsidentin zu stellen. Das sind Manuela Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm (AfD). Die Entscheidung für ein Duell – und nicht für ein Triell oder eine größere Runde – ergibt sich vor allem aus dem deutlichen Abstand zwischen den beiden führenden Parteien und den weiteren Parteien.

In der jüngsten Infratest Dimap-Umfrage vom 9. Juli kommen die AfD auf 36 Prozent und die SPD auf 29 Prozent. Die CDU erreicht 9 Prozent, Die Linke 12 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen liegen bei 5 Prozent, das BSW bei 4 Prozent.

Quadrell und Themenauswahl

Am Vortag des Duells treten zur selben Sendezeit Spitzenkandidierende weiterer Parteien an, die nach repräsentativen Umfragen Chancen auf einen Einzug in den Landtag haben und gegebenenfalls als Koalitionspartner infrage kommen. Diese Parteien haben nach derzeitigem Stand jedoch keine mit SPD und AfD vergleichbaren Chancen, stärkste Kraft im Landtag zu werden. Es sind derzeit Simone Oldenburg (Die Linke), Daniel Peters (CDU), Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen) und Peter Schabbel (BSW).

Die Sendungen behandeln vor allem die Themen, die Wählerinnen und Wähler in den vom NDR beauftragten repräsentativen Umfragen des Instituts Infratest Dimap als besonders wichtig genannt haben. Nach der Umfrage vom Mai 2026 sind dies insbesondere: Bildung, Schule und Ausbildung, Wirtschaft, Migration und Verkehr. Die Sendungen blicken voraus auf die kommende Legislaturperiode. Es geht nicht um eine Bilanz der abgelaufenen Legislaturperiode.

Fairness und Einladungen

Die Moderation achtet während der Sendung auf eine möglichst ausgewogene Verteilung der Redezeit. Dafür wird die Redezeit fortlaufend gemessen. Die Kandidierenden erhalten vergleichbare Möglichkeiten, ihre Positionen darzustellen und auf die Aussagen der anderen zu reagieren.

Der NDR hat bereits im April 2026 die Spitzenkandidierenden von CDU, Linken, Grünen und BSW zu einer Vierer-Runde sowie die Spitzenkandidaten von SPD und AfD zu einem Duell eingeladen. Mit allen Parteien wurden entsprechende Gespräche geführt, allen Parteien wurden die Sendungsformate und die Aufteilung erläutert und begründet, alle Parteien haben ihre Teilnahme zugesagt. Bereits im April wurde an alle genannten Parteien verbindlich und transparent kommuniziert, dass die Viererrunde am 15. September stattfinden soll, das Duell am 16. September, dass beide Formate im NDR Fernsehen bundesweit zur selben Uhrzeit – um 21.00 Uhr – und mit identischer Länge von einer Stunde gesendet werden sollen. An diesen Eckdaten hat sich seit April nichts geändert. Keine Partei wurde etwa nachträglich ausgeladen.

Faktencheck und Hintergrund

Der NDR begleitet die Sendungen auf NDR.de mit einem Liveblog und mit einem Faktencheck. Dort werden wichtige Aussagen und Entwicklungen eingeordnet, werden überprüfbare Tatsachenbehauptungen anhand verfügbarer Daten und belastbarer Quellen geprüft. Der Faktencheck bleibt auch nach der Sendung online und kann nachträglich ergänzt oder aktualisiert werden.

NDR-Chefredakteur Adrian Feuerbacher äußert sich zu programmlichen Entscheidungen im Vorfeld der Landtagswahl. Mecklenburg-Vorpommern wählt: Landtagswahl 2026 – alle Informationen, Hintergründe, Analysen und Umfragen zur Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern. NDR Info bietet zudem einen virtuellen Blick hinter die Kulissen an, um zu zeigen, wie sich der Sender auf die Wahl vorbereitet.