Der SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich in Neubrandenburg das sanierungsbedürftige Jahnsportforum angesehen. Das Millionen-Projekt soll mit Unterstützung von Bund und Land realisiert werden.
Besuch mit lokalen Größen
Statt mit Friedrich Merz, Lars Klingbeil oder Markus Söder sprach Klüssendorf bei seinem Besuch mit Oberbürgermeister Nico Klose (parteilos), Neuwoges-Geschäftsführer Frank Benischke und VZN-Geschäftsführerin Melanie Jendro. Gemeinsam besichtigten sie die vor 30 Jahren eröffnete Halle.
Eingeladen hatten den SPD-Politiker die beiden Landtagswahlkandidaten Erik von Malottki und Vanessa Freund. Klüssendorf zeigte sich vor Ort „sehr beeindruckt von dem Gesamtkomplex“, wie er dem Nordkurier sagte.
Sanierung kostet Millionen
Die Sanierung soll insgesamt 52,6 Millionen Euro brutto kosten. Die Stadt kann davon 6,4 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen, der Rest muss über Fördergelder von Bund und Land finanziert werden. Die Stadtvertreter hatten die Sanierung bereits im Juni beschlossen.
Oberbürgermeister Klose betonte, dass auch in Berlin gesehen werden müsse, wie wichtig das Projekt sei. Es handle sich um „so ziemlich eines der wichtigsten Projekte“ in der Stadt.
Geplante Neuerungen
Das Jahnsportforum soll neue Technik, ein größeres Foyer, mehr Sanitäranlagen und zusätzliche Plätze erhalten. Auch eine Klimaanlage ist geplant, wie Neuwoges-Chef Frank Benischke mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen anmerkte.
Ein Aufschieben der Sanierung würde die Stadt nur teurer machen, so Benischke. Hallen dieser Größenordnung würden üblicherweise im 25-Jahres-Rhythmus saniert.
Förderanträge gestellt
Beim Bund wurde bereits ein Antrag gestellt, bis zum Frühjahr 2027 soll der Antrag beim Land folgen. In der Stadtverwaltung laufen derzeit Haushaltsvorgespräche, wie der Rathaus-Chef dem Nordkurier sagte.
Klüssendorf will das Thema in den Bundestag mitnehmen, kann aber keine Zusage über die Bewilligung der Gelder machen. Für ihn steht jedoch fest: Es lohne sich, in die Erneuerung zu investieren.