Neubrandenburg: Stadt widerspricht Berichten zu Briefwahl am Sonntag
Stadt widerspricht Berichten zu Briefwahl am Sonntag

In Neubrandenburg sind offenbar nicht alle angeforderten Briefwahlunterlagen rechtzeitig bei den Wahlberechtigten angekommen. Mehrere Medien hatten am Sonntagmorgen berichtet, Betroffene könnten stattdessen bis 18 Uhr unter Vorlage ihres Personalausweises im Wahllokal wählen. Als Quelle wurde Oberbürgermeister Nico Klose (parteilos) genannt.

Kein Ersatzwahlschein am Wahlsonntag

Die Stadt widerspricht dieser Darstellung nun ausdrücklich: Klose sei in diesem Zusammenhang nicht korrekt zitiert worden. Wer Briefwahlunterlagen beantragt, aber nicht erhalten habe, könne sich am Wahlsonntag keinen Ersatzwahlschein mehr ausstellen lassen.

Das war laut Stadt nur bis Sonnabend, 19. September, um 12 Uhr im Briefwahlbüro des Rathauses möglich. Voraussetzung war, glaubhaft zu versichern, dass der bereits beantragte Wahlschein nicht angekommen ist. Der ursprüngliche Wahlschein wäre anschließend durch einen Ersatz mit neuer Nummer ungültig gemacht worden.

Wichtige Unterscheidung bei der Stimmabgabe

Wichtig ist die Unterscheidung: Fehlt lediglich die Wahlbenachrichtigung, ist eine Stimmabgabe im zuständigen Wahllokal in der Regel mit Personalausweis möglich. Wer dagegen Briefwahl beantragt hat, erhält im Wählerverzeichnis einen entsprechenden Vermerk und kann nicht einfach ohne Wahlschein im Wahllokal abstimmen.