Landesbischöfin warnt vor Gewöhnung an „Normalität des Bösen“ im Schweriner Dom
Landesbischöfin warnt vor Gewöhnung an das Böse

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat am Wahlsonntag im Schweriner Dom über Menschenwürde, Nächstenliebe und Verantwortung gepredigt. Sie plädierte für eine Haltung im Alltag und bei gesellschaftlichen Entscheidungen, die von Respekt, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit und Verantwortung für die Würde aller Menschen geprägt ist, wie die Nordkirche mitteilte.

Warnung vor schleichender Gewöhnung an das Böse

Zugleich warnte sie eindringlich: „Was deshalb nicht geschehen darf, ist die schleichende Gewöhnung an eine Art Normalität des Bösen, an Boshaftigkeit und Skrupellosigkeit.“ Die langsame und sich immer mehr steigernde Gewöhnung an das Böse, an menschenverachtende Sprache, Bilder und Taten könne böse Folgen haben. „So beginnen auch Diktaturen und Tyrannen, sich langsam in die Köpfe und Herzen der Menschen zu schleichen.“

Unvereinbarkeit von völkischem Nationalismus mit dem christlichen Glauben

Die Landesbischöfin betonte in ihrer Predigt zudem: „Völkischer Nationalismus ist mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar.“ Alle Menschen hätten die gleiche Würde und unveräußerliche Rechte. Der Schweriner Dom ist am Wahlsonntag geöffnet.