Wildpinkeln in Neubrandenburg: Autofahrer erleichtert sich vor Publikum
Wildpinkeln: Autofahrer erleichtert sich vor Publikum

Ein Werktag am Vormittag, eine Kreuzung an einer der Hauptstraßen der Stadt. Ein Firmentransporter fährt auf eine angrenzende Brachfläche und stoppt. Ein Mann steigt aus und streckt sich genüsslich, er hat eine längere Anfahrt hinter sich, wie auch das Kennzeichen verrät. Jetzt erst mal ein wenig die Beine vertreten.

Zahlreiche Zuschauer

Die Brachfläche ist gemäht worden, am Rand durften aber einige Sträucher stehen bleiben. Der Mann schaut sich um, einmal, zweimal, dann schlendert er zu den Büschen. Gesehen wird er dabei von seinen Kollegen sowie den zahlreichen Insassen der auf der Hauptstraße vorbeifahrenden und an der Ampel wartenden Autos.

Doch das spielt jetzt keine Rolle, die Not ist immens. Unterwegs hat der Kaffee wohl zu gut geschmeckt, und es gab bestimmt auf dem ganzen Weg bis hierher überhaupt gar keine andere Möglichkeit. Bis zur Mittagspause ist es auch noch weit hin, und außerdem ist da dieser Busch: wie gemacht für ein dringend nötiges kleines Geschäft.

Also ran an den Hosenstall – und dann: laufen lassen! Und es läuft und läuft und läuft. Nach der Erleichterungszeit zu urteilen, dürften es mindestens fünf große Kaffee gewesen sein, die sich hier vor den Blicken der Straßenverkehrsöffentlichkeit in die urbane Flora ergießen. Jemand hupt, der Mann reagiert mit einem kurzen Seitenblick, und dann ist er fertig.

Hose wieder zu, zurück zum Auto, zurück zur Arbeit. Mit leerer Blase und voller Gewissheit, sich unter Druck nicht groß um andere Leute scheren zu müssen.