Erneute Panne beim Schulneubau in Bützow: Bürgermeister kritisiert Firmen
Erneute Panne beim Schulneubau in Bützow

756 Tage nach der Grundsteinlegung wird die neue Regionale Schule „Käthe-Kollwitz“ im Vierburgweg 20 in Bützow am Donnerstag, 20. August, feierlich eröffnet. Dazu lädt die Stadt Bützow um Bürgermeister Christian Grüschow neben ausgewählten Gästen jeden Interessierten ein, sich an diesem Tag ein eigenes Bild vom Prestigeobjekt zu machen, ehe dort am Montag, 24. August, erstmals die Schüler unterrichtet werden.

Wasserschaden legt Toilettenräume lahm

Aktuell wird im und rund um das riesige Gebäude noch gesägt, geputzt, gestrichen und geschliffen. Bürgermeister Christian Grüschow spricht von einem „Endspurt“. Die Handwerker legen sich mächtig ins Zeug, damit bis zur Eröffnung alles so weit hergerichtet ist, dass der Schulbetrieb regulär laufen kann. Was mit Sicherheit nicht fertig wird, sind in der unteren Etage drei Toilettenräume, weil es dort so kurz vor der Eröffnung erneut zu einem Wasserschaden gekommen ist und seitdem die Trockner heißlaufen. „Sieben Spülkästen hatten Löcher, aus denen das Wasser ausgelaufen ist“, erklärt Bürgermeister Christian Grüschow.

Mangelnde Verlässlichkeit einzelner Baufirmen

Der Neubau hat die Stadt während der gesamten Bauphase vor einige Herausforderungen gestellt. Zu den größten Problemen zählt Grüschow die mangelnde Verlässlichkeit einzelner Baufirmen. „Wenn man sich auf Firmen nicht verlassen kann, ist das natürlich ein Problem“, sagt Grüschow. Einige Arbeiten würden deshalb nun von anderen Firmen nachgeholt. Auch Möbel und Ausstattung treffen teilweise erst unmittelbar vor der Eröffnung ein. In manchen Räumen sind die Tische und Stühle bereits aufgestellt, andere werden in diesen Tagen noch eingerichtet. Hinzu kamen insgesamt zwei Wasserschäden und die Insolvenz eines Trockenbauunternehmens.

Auch zwischen Planung und tatsächlicher Umsetzung habe es immer wieder Unterschiede gegeben. „Das, was der Planer auf Papier schreibt, und das, was am Ende auf der Baustelle umgesetzt wird, sind doch zwei verschiedene Sachen“, beschreibt Grüschow die Erfahrung. Teilweise hätten sich Planungsfehler erst während der Bauarbeiten gezeigt. Dann mussten Lösungen gefunden und nachgebessert werden.

Schulbau dauert ein halbes Jahr länger

Summa summarum verschob sich die Eröffnung der neuen Regionalen Schule immer weiter nach hinten. Der Einzug war zunächst für Februar 2026 vorgesehen, anschließend wurde der Termin auf März verschoben. Nun, rund ein halbes Jahr später, wird die Schule während der Sommerferien fertig für den Schulbetrieb gemacht. Doch das Warten hat sich gelohnt. Schüler und Lehrer finden künftig ein hochmodern ausgestattetes Schulgebäude vor.

Zwischen Reinigungsmaschinen, Kartons und den letzten Ausbesserungsarbeiten ist längst zu erkennen, wie die neue Schule künftig aussehen wird. Einige Fachräume werden aber erst später vollständig ausgestattet. Ein Elektrowerk-Kabinett beispielsweise soll erst Ende September eingerichtet werden. Andere Werkstätten für Metallbau und Holzverarbeitung sind bereits weitgehend vorbereitet. Auch Räume für Büromanagement, Erziehung und Friseur werden derzeit eingerichtet.

Am Donnerstag, 20. August, soll die neue Schule offiziell eröffnet werden. Ab 12.30 Uhr werden die Gäste auf dem Gelände empfangen. Anschließend ist eine symbolische Eröffnung mit einem Banddurchschnitt geplant. Die Besucher können sich danach im Gebäude umsehen und sich ihr eigenes Bild vom Prestigeobjekt der Stadt Bützow machen. Der angrenzende Stadtteilpark und die restlichen Außenanlagen werden Schritt für Schritt fertiggestellt. Die weitere Begrünung soll erst Ende September erfolgen, wenn die Vegetationsbedingungen günstiger sind.