Ein Schwerlasttransport mit einem überbreiten Bohrkopf hat die A24 zwischen Pritzwalk und Parchim am Wochenende stundenlang blockiert. Die Autobahnpolizei Brandenburg ermittelt nun gegen die 37-jährige Fahrerin, die mit dem Lastwagen in einer Baustelle steckenblieb. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Montag dem Nordkurier.
Riesiger Bohrkopf in überbreiter Kiste
Der Lastwagen war aus Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg unterwegs und sollte vermutlich zum Hamburger Hafen. Geladen hatte die Fahrerin einen riesigen und schweren Bohrkopf, der in einer etwa 5,10 Meter breiten „Seekiste“ steckte. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Schiffscontainer ist standardmäßig etwa 2,44 Meter breit.
Bei der Planung der Tour hatte offenbar niemand berücksichtigt, dass sich zwischen Pritzwalk und der Landesgrenze zu Mecklenburg eine Baustelle auf der A24 befindet. Die Fahrerin fuhr am Freitagabend in die zu enge Baustelle und blieb dort stecken.
Polizei dirigiert Transport zurück
Um das Problem zu lösen, dirigierte die Polizei den gesamten Transport ein Stück aus der Baustelle zurück. Anschließend wurde die Gegenfahrbahn gesperrt, damit der überdimensionale Transport nach links auf die Gegenfahrbahn ausweichen konnte. Danach setzte die 37-Jährige ihre Fahrt in Richtung Nordwesten fort.
Streckenprüfung versäumt
Laut Polizei hätten die Verantwortlichen für den Großraumtransport gemäß einer Auflage der bestehenden verkehrsrechtlichen Ausnahmegenehmigung eine Streckenprüfung vornehmen müssen. Die A24 war in beide Fahrtrichtungen bis Samstagfrüh gesperrt. Nun wird ermittelt, wer für die Fehlplanung verantwortlich ist, und es werden Bußgelder verhängt.