Alpaka-Wanderung in Pohnstorf: Entschleunigung in der Mecklenburgischen Schweiz
Alpaka-Wanderung in Pohnstorf: Entschleunigung in M-V

Bei einer Alpaka-Wanderung rund um Pohnstorf in der Mecklenburgischen Schweiz bestimmen die Tiere das Tempo – und genau das macht die Tour so besonders. Die Teilnehmer vergessen schnell den Stress des Alltags.

Rund 50 Alpakas leben in Pohnstorf

In Pohnstorf bei Teterow leben derzeit rund 50 Alpakas. Halter der Tiere ist Marco Wenzlaff, unterstützt wird er von Ricardo Holm, der seit etwa zwei Jahren auf dem Hof arbeitet. Während der Sommerferien finden jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr die Wanderungen statt. Für die etwa zweistündigen Touren werden ausschließlich die männlichen Tiere eingesetzt.

Gemeinsam geht es hinaus in die Natur, durch schattige Waldwege und über weitläufige Felder, die einen schönen Blick auf die umliegende Region bieten. Sanfte Hügel, weite Landschaften und die idyllische Natur der Mecklenburgischen Schweiz bilden die Kulisse. Schon nach wenigen Metern scheint der Alltag ein Stück weiter weg zu sein.

Führung und Fotos inklusive

Bei der Wanderung erklärt Ricardo Holm den Teilnehmern, wie sie richtig mit den Tieren umgehen. So dürfen die Alpakas beispielsweise vorsichtig mit der Hand gefüttert werden. Natürlich bleibt auch Gelegenheit für Erinnerungsfotos. So entsteht eine Mischung aus Naturerlebnis, Begegnung mit den Tieren und einer Auszeit vom Alltag.

Das Angebot richtet sich an Gäste jeden Alters. „Querbeet“ seien die Menschen, die zu den Wanderungen kommen, sagt Marco Wenzlaff. Für ihn zeigt sich darin ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Ob Familien, Paare oder andere Gruppen, die Faszination für die Tiere verbindet sie.

Drei Standorte für tiergestützte Angebote

Wenzlaff beschäftigt sich seit rund 20 Jahren aktiv mit tiergestützter Therapie. Angefangen hat das Angebot in Alt Sührkow. Inzwischen gibt es drei Standorte: in Rostock, Charlottental bei Krakow am See und Pohnstorf. Die Verbindung zwischen Mensch und Tier erklärt Wenzlaff unter anderem mit dem Begriff „Biophilie“ – der angeborenen, genetisch verankerten Neigung des Menschen, sich mit der Natur und anderen Lebewesen verbunden zu fühlen.

Der Kontakt mit Tieren kann Stress reduzieren, das Nervensystem beruhigen und die mentale Gesundheit fördern. Besonders gefragt sind die Wanderungen zwischen Mai und Oktober, mit einer Hochphase im Sommer. Für Wenzlaff liegt der schönste Teil des Angebots allerdings nicht allein in der Wanderung selbst. Seit Jahren beobachtet er die Gesichter der Menschen, wenn sie zurückkommen – glücklich und entspannt wirkten viele nach der Tour.