Biberolympiade 2026: Feine Sahne Fischfilet holt sich den Titel zurück
Biberolympiade: FSF holt sich den Titel zurück

Bei der Biberolympiade im Rahmen des Festivals „Wasted in Jarmen“ haben die Musiker von Feine Sahne Fischfilet (FSF) den Titel zurückerobert. Im Finale setzten sie sich knapp mit 3:2 gegen das Fan-Team „Karl Beer“ durch. Damit gelang die Revanche für die Niederlage im Vorjahr, als fünf junge Männer aus Niedersachsen die Gastgeber entthront hatten.

Regen und gute Laune zum Auftakt

Der erste Festivaltag war von Freitagmorgen bis in den Nachmittag von teils strömendem Regen begleitet. Organisatoren und Fans ließen sich davon nicht die Stimmung vermiesen. Bereits um 8.30 Uhr startete der Bier-Yoga-Kurs in der Zarrenthiner Badeanstalt, gefolgt vom Auftritt von Attic109 aus Demmin. Anschließend wollten sich viele die Biberolympiade nicht entgehen lassen, die seit 2019 fester Bestandteil der Interaktion zwischen der Band und ihren Fans ist.

Herausforderer aus mehreren Regionen

Die Musiker nahmen den Mehrkampf mit eigenartigen Disziplinen ernst. Gegen sie trat ein Quintett an, das sich als Zeltnachbarn beim vorherigen Wasted kennengelernt hatte. Zum Team „Karl Beer“ gehörten Max Kössler und Christoph Stelzl aus München, Timm Kompenhans und Dominik Baronelli aus der Kasseler Ecke sowie Pepe Lenk aus der Gegend von Halle (Saale).

Zunächst stand ein Klappfahrrad-Parcours mit Slalom auf dem Programm. Dort sicherten sich die Musiker den ersten Punkt, obwohl Gitarrist Hauke Segert einen großen Wendekreis in Kauf nahm. In der zweiten Runde ging es um eine Scharade mit 14 Begriffen in drei Minuten. Schlagzeuger Olaf Ney legte pantomimisch vor, nur bei „Wildpinkeln“ und „Fahrlehrer“ mussten seine Kollegen passen. Die Gegner errieten nur die Hälfte.

Cheerleader-Aufgabe und Sandburg

Danach stand eine Cheerleader-Aufgabe an: Eine Figur aus allen fünf Teammitgliedern musste mindestens zehn Sekunden stehen, wobei nur fünf Füße den Boden berühren durften. Den Punkt sicherte sich das Fan-Team durch den Beifall des Publikums. Anschließend gelang „Karl Beer“ der Ausgleich, weil sie am Kiessee-Strand die höchste Sandburg bauten – ohne geeichte Messeinrichtung.

Entscheidung im Biberkarussell

Im letzten Duell, dem Biberkarussell, mussten die Wettkämpfer jeweils sechsmal eine Flasche mit einem Finger oder einer Hand obenauf umkreisen. Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow hatte vorher angekündigt, dass dieser Dreh nichts für ihn sei. Bassist Kai Irrgang brachte das Team wieder heran, und Trompeter Max Bobzin sicherte mit einem fulminanten Schlussspurt das 3:2 und den Titelgewinn.

Das Fan-Team zeigte sich als fairer Verlierer und betonte den Spaß an der Aktion. Sie fühlten sich jedoch etwas benachteiligt, weil 2026 erstmals nicht zum Auftakt eine Flasche mit Pfefferminzlikör geleert werden musste – eine Disziplin, die lange als FSF-Paradedisziplin galt. „Dafür bin ich extra ins Team geholt worden“, erklärte Timm mit einem Augenzwinkern. „Ich habe ein ganzes Jahr dafür trainiert.“ Trocken blieb bei dem Wetter ohnehin keiner.