In der Kaufland-Filiale in Parchim sind seit Anfang August zehn Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) mit dem System K-Scan in Betrieb. Kunden können ihre Artikel während des Einkaufs selbst scannen und anschließend an der SB-Kasse bezahlen. Bei Fragen steht jederzeit ein Mitarbeiter zur Verfügung.
So funktioniert das neue System
Voraussetzung für die Nutzung von K-Scan ist eine Registrierung mit der Kaufland Card „XTRA“. Am Eingang scannen Kunden ihre Karte oder App, entnehmen einen Handscanner und befestigen ihn am Einkaufswagen. Während des Einkaufs werden die Artikel direkt beim Einlegen in den Wagen gescannt. Zum Bezahlen wird der Einkauf per QR-Code an die SB-Kasse übermittelt, wo nur noch die Zahlung erfolgt. Alternativ können Kunden für den Scan-Vorgang auch ihr Mobiltelefon nutzen.
„Wir sind mit dem neuen System zufrieden“, erklärt Kundin Julia Edelind aus Parchim nach mehreren Versuchen mit dem neuen ESB-Scansystem. „Es vereinfacht den Einkauf und man muss nicht mehr an den klassischen Kassen in der Schlange stehen.“
Kontrollen und persönlicher Kontakt
Die Kontrolle erfolgt stichprobenartig: Das System wählt Kunden per Zufallsgenerator aus. Dort kontrolliert der Mitarbeiter im SB-Kassenbereich bei einigen Artikeln, ob diese vom Kunden gescannt wurden. „Wenn das der Fall ist, vertrauen wir dem Kunden, dass der Rest ebenfalls stimmt“, erläutert Hausleiter Alexander Priok das Prinzip.
„Alle Filialen bleiben mit herkömmlichen Kassen ausgestattet“, betont Priok. Der Hausleiter der Parchimer Kaufland-Filiale hält es für wertvoll, dass den Kunden der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern erhalten bleibt. „Ein paar persönliche Worte mit der Kassiererin wechseln, das ist vielen Kunden wichtig. Und diese Möglichkeit sollen sie auch weiterhin haben.“
Verbreitung und Selbstversuch
Dieses System wird derzeit in über 250 Filialen in Deutschland angeboten. Laut Kaufland eignet sich K-Scan besonders für größere Einkäufe und soll neue Nutzergruppen ansprechen. Das Unternehmen berichtet von einer hohen Wiederverwendungsrate bei Kunden, die das System getestet haben.
Ein Selbstversuch zeigt: Der erste Scan des Leergutbons schlägt fehl – das Gerät meldet „Unbekannter Artikel“. Das Leergut muss an der Kasse eingescannt und abgerechnet werden. Der Rest des Einkaufs läuft dann problemlos: Jeden Artikel kurz scannen, den Handscanner zur Übertragung über das Scanfeld der SB-Kasse halten, Zahlungsart wählen und nach dem Bezahlen den „Austrittsbon“ an den Scanner am Ausgang halten. Der eigentliche Kassenzettel wird online in die App geschickt. Das geht schneller als das Anstellen an einer klassischen Kasse und ist keine Raketenwissenschaft. Ob man sich mit dem System anfreunden mag, muss jeder Kunde für sich entscheiden.