Auf den Feldern in Mecklenburg sind derzeit ungewöhnlich kleine Mähdrescher unterwegs. Sie ernten Versuchsparzellen, die inmitten großer Ackerschläge angelegt sind. Die Mini-Maschinen sind für diesen Zweck bewusst klein gehalten.
Warum die Mähdrescher so klein sind
Die Versuchsparzellen liegen schmal nebeneinander und müssen einzeln geerntet werden. Deshalb fährt der kleine Parzellenmähdrescher Reihe für Reihe durch den Versuch. Aus der Luft wird deutlich, warum die Maschine so klein sein muss.
Versuchsansteller Marco Schneider aus Gotthun bei Röbel hat in der Müritzregion von einem Landwirt eine Fläche zur Verfügung gestellt bekommen. Er legte Versuchsparzellen an und behandelte sie nach einem vorgegebenen Versuchsplan. Derzeit holt er die Roggenernte von den Mini-Feldern ein.
Vergleich von Ertrag und Qualität
„Denn am Ende interessiert uns nicht nur die Frage, ob das Getreide wächst. Wir vergleichen die einzelnen Varianten miteinander: Wie hoch war der Ertrag? Wie unterscheiden sich die untersuchten Qualitätsmerkmale? Welchen Einfluss hatte die jeweilige Sorte oder Behandlung?“, erklärt Versuchsansteller Marco Schneider.
Neue Sorten werden gezüchtet, Pflanzenschutzmittel entwickelt und Biostimulanzien erprobt. Bevor sie in der landwirtschaftlichen Praxis eingesetzt werden, braucht es Versuche unter realen Bedingungen auf dem Feld. Dafür stellen Landwirte Flächen zur Verfügung, auf denen Versuchsansteller verschiedene Varianten prüfen.
Was auf den ersten Blick wie ein ungewöhnlich kleiner Mähdrescher auf einem großen Feld aussieht, ist damit ein Teil der Arbeit, die hinter der Weiterentwicklung der Landwirtschaft steckt.