Segler-Verein Malchin hofft zum 100. Jubiläum auf Stromanschluss
Segler-Verein Malchin hofft auf Strom zum Jubiläum

Am 27. März 2027 feiert der Segler-Verein Malchin sein 100-jähriges Bestehen. Doch noch immer fehlen dem Vereinsgelände an der Mündung des Peenekanals in den Kummerower See Strom- und Wasseranschluss. Der Verein hofft nun auf Förderung für eine 700 Meter lange Leitung.

Schutzhütte ohne Strom und Wasser

Das Vereinsgelände mit seiner Schutzhütte besteht bereits seit 1936. Nach einem Brand zu Pfingsten 1954 wurde die Hütte nahezu vollständig zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Doch ein Stromanschluss fehlt bis heute. „Wir haben keine Möglichkeit der Beleuchtung“, sagt Vereinsvorsitzender Robert Drewes.

Auch Gäste können ihre elektronischen Geräte nicht aufladen. „Wenn wir Gäste haben, wollen die natürlich ihre elektronischen Geräte aufladen. Das geht bei uns aber nicht“, so Drewes. Manche Segler steuern deshalb lieber die Häfen von Kummerow, Salem oder Malchin an. Der Verein mit 75 Mitgliedern möchte zudem die Jugendarbeit verstärken.

Förderantrag für 700-Meter-Leitung

Eine Stromleitung müsste über 700 Meter aus dem Malchiner Ortsteil Gorschendorf verlegt werden. Auch ein Wasseranschluss fehlt. Statt einer teuren Wasserleitung plant der Verein eine Wasseraufbereitung. Der Verein hat einen Förderantrag bei der Leader-Aktionsgruppe gestellt. „Knapp 100.000 Euro Förderung benötigen wir“, schätzt Robert Drewes.

Mit dem Stromanschluss könnte auch die Einfahrt in den Peenekanal sicherer werden. „Wir haben da einen Fahnenmast aufgestellt. Doch eigentlich müsste dort ein Licht installiert sein, um die Zufahrt bei Dunkelheit oder schlechter Sicht zu finden“, erklärt der Vorsitzende.

Solarstrom keine Alternative

Auf Solarstrom will der Verein nicht setzen. „Wir haben 45 Liegeplätze, für die wir eine Reihe von Stromsäulen brauchen. Hinzu kommt die Wasseraufbereitung. Für all das reicht Solar nicht“, ist Drewes sicher. Zudem müssten Solarfelder auf dem abgelegenen Gelände gesichert werden. „Gerade im Winter ist das Gelände sehr verlassen“, gibt er zu bedenken.

Ob die Förderung bewilligt wird, ist noch offen. Ein Stromanschluss wäre für die Segelsportler das größte Geschenk zum 100. Vereinsgeburtstag im nächsten Jahr.