Grundstein für neue Förderschule mit Bürgerzentrum in Schwerin gelegt
Grundstein für Förderschule und Bürgerzentrum in Schwerin gelegt

Mit der feierlichen Grundsteinlegung am Montag hat in Schwerin Lankow der Bau einer neuen Förderschule mit integriertem Bürgerzentrum begonnen. Das Projekt in der Julius-Polentz-Straße soll Lernen, Begegnung und Stadtteilleben unter einem Dach vereinen. Rund 37 Millionen Euro werden in den Bau investiert.

Ein Meilenstein für den Stadtteil

Oberbürgermeister Sebastian Ehlers bezeichnete den Baustart als wichtigen Meilenstein. „Viele Beschlüsse und viele Jahre haben wir dafür gekämpft, nun freuen wir uns, dass es passiert“, sagte er bei der Grundsteinlegung. Mit dem Projekt werde eine langjährige Forderung für den Stadtteil Lankow umgesetzt.

Geplant ist ein dreigeschossiger Neubau für 212 Schüler mit Förderbedarf in der emotional-sozialen Entwicklung der Klassenstufen eins bis neun. Der Einzug der Kinder und Jugendlichen der Grundschule Lankow und der Regionalschule Werner von Siemens ist für 2029/30 vorgesehen. Derzeit sind sie in der Kita in der Flensburger Straße untergebracht.

Bürgerzentrum mit Bibliothek als Herzstück

Der neue Standort soll moderne Pädagogik mit dem Leben im Stadtteil verbinden. Auf der Rückbaufläche des Hochhauses in der Julius-Polentz-Straße entsteht zudem ein neuer Treffpunkt für den Stadtteil. Im Erdgeschoss des Bürgerzentrums sind ein großzügiger Aufenthaltsbereich und Mehrzweckräume vorgesehen. Hinzu kommen Sanitärräume und Büros für das Stadtteilmanagement und die Ortsteilvertretung. Auch die Straßensozialarbeit und Fachdienste der Stadt sollen das Gebäude nutzen können.

In der oberen Etage zieht die Stadtteilbibliothek ein. Sie soll nach dem Open-Library-Konzept betrieben werden und zugleich der Schule als zusätzlicher Lern- und Gruppenarbeitsraum zur Verfügung stehen. „Es soll ein Ort der Begegnung werden. Bunt und vielfältig gestaltet“, sagte Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Bau. Ein Ort gegen die Einsamkeit und damit „ein gutes Signal für den Stadtteil“. Entscheidend sei, dass hier nicht nebeneinander, sondern miteinander gelebt werde.

Vorerst letzter Schulneubau in Schwerin

Für Schwerin ist der Neubau zugleich ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau der Schullandschaft. Neben dem geplanten Schulcampus für die GeSo sei das Projekt in Lankow „vorerst der letzte Schulneubau in Schwerin, den wir auf den Weg bringen“, so Sebastian Ehlers. Die Stadt habe in diesem Bereich viel geschafft. Nun solle zunächst wieder stärker in die Sanierung bestehender Schulen investiert werden. Als nächste Projekte nannte der Oberbürgermeister das Fridericianum und die Fritz-Reuter-Grundschule.