Eine tote Ente am Strand von Kühlungsborn und ein aufsehenerregender Facebook-Post beschäftigen derzeit die Polizei. Die Ente sei nach bisherigen Erkenntnissen durch Steinwürfe verletzt worden und wenig später verendet.
Facebook-Post des Tierschutzvereins löst Empörung aus
Der Tierschutzverein Kübocat hatte den Vorfall in den sozialen Medien geteilt. In dem Beitrag heißt es: „Dienstagabend wurden wir von einer Urlauberin informiert, dass Kinder im Alter von ca. 10-12 eine Ente mit Steinen bewarfen und schikanierten - bis das Tier vor Ort starb.“ Die Organisation schreibt weiter, die Mütter der Kinder hätten daneben gesessen und nicht eingegriffen: „Obwohl sie von den Badegästen zum Handeln aufgefordert wurden.“
Ob die Kinder das Tier absichtlich beworfen oder versehentlich getroffen haben, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Eltern melden sich bei der Polizei
Nachdem viele Menschen unter dem Facebook-Post ihren Unmut geäußert hatten, haben sich die Eltern der Kinder laut Polizeisprecher bei der Polizei gemeldet. Sie widersprachen einem Vorsatz.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Vergangenen Donnerstag, dem Erscheinungstag des Posts, sei eine Online-Anzeige eingegangen. Zudem habe sich eine Tierschutzorganisation gemeldet. Die Polizei nehme Abstand von Spekulationen und Vorverurteilungen, sagte der Sprecher. Die Kinder sind wegen ihres Alters nicht strafmündig.
Zeugen gesucht
„Eine belastbare Bewertung des Sachverhalts ist erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich“, hieß es in einer Mitteilung. Die Polizei sucht weitere Zeugen.