Belegung der Flüchtlingsunterkünfte in Teterow und Jördenstorf geht leicht zurück
Belegung der Flüchtlingsunterkünfte geht leicht zurück

Die Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in Teterow und Jördenstorf sind weiterhin belegt. Nach Angaben des Landkreises Rostock geht die Belegung zwar zurück, jedoch nur in begrenztem Umfang. Hintergrund ist der bundesweite Rückgang der Asylerstanträge, der seit etwa einem Jahr zu verzeichnen ist. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden im Juni dieses Jahres 4267 Erstanträge gestellt; im Juni 2025 waren es 6860.

Weniger Bewohner in den Teterower Unterkünften

In Jördenstorf lebten im Dezember 2025 noch 167 Menschen in der Unterkunft. Im August dieses Jahres waren es 138. In Teterow meldete der Landkreis für die Gemeinschaftsunterkunft Alte Schule Nord im August 106 Bewohnerinnen und Bewohner. Im September 2025 waren dort noch 169 Menschen untergebracht. Die Alte Schule in Teterow Nord ist als Gemeinschaftsunterkunft genehmigt, dient aber nach wie vor zur Unterbringung ukrainischer Kriegsvertriebener.

Neben der Alten Schule Nord nutzt der Landkreis in Teterow das 71 Plätze umfassende Bischof-Theissing-Haus, ein Jugendgästehaus. Dort wohnten im August 53 Personen – genauso viele wie vor knapp einem Jahr. Der Landkreis führt die unterschiedlichen Entwicklungen auf die Belegungsstruktur zurück. Im Jugendgästehaus sind den Angaben zufolge viele Familien mit mehreren Kindern untergebracht, die nur schwer Wohnraum finden und deshalb länger bleiben.

Höhere Fluktuation in der Alten Schule Nord

In der Alten Schule Nord leben überwiegend Einzelpersonen und kleinere Familienverbände. Für sie sei es einfacher, eine eigene Wohnung zu finden, heißt es. Dadurch ist die Fluktuation dort höher. Offen ist, ob bei weiter sinkenden Zahlen Unterkünfte geschlossen werden. „Hierfür gibt es vonseiten des Landes keine festen Vorgaben“, teilte die Sprecherin des Landkreises mit. Die Kommunen müssten das Gesamtaufnahmekonzept berücksichtigen, baurechtliche Genehmigungen prüfen und Laufzeiten der Einrichtungen im Blick behalten.

Die Unterkunft in Teterow Nord war jüngst Auftaktort der „Karawane für Solidarität und Bewegungsfreiheit“, die sich gegen die aktuelle Asyl- und Migrationspolitik richtet. Laut Anwohnern kam dabei die Frage auf, ob die Bewohner die Einrichtung frei verlassen können. Der Landkreis stellt klar: Es gibt keine Schließzeiten. Die Bewohnerinnen und Bewohner können jederzeit kommen und gehen. Ruhezeiten von 22 bis 6 Uhr seien in der Hausordnung festgelegt.