Neverin: Festsäle nur noch für Einheimische nach ausufernder Feier
Neverin: Festsäle nur noch für Einheimische

Nach einer aus dem Ruder gelaufenen Geburtstagsfeier hat die Gemeinde Neverin Konsequenzen gezogen. Die Gemeindevertretung beschloss bei ihrer jüngsten Sitzung, dass das KTO und das Dörphus vorerst nur noch an Einwohner aus Neverin und Glocksin vermietet werden. Die neuen Regeln gelten zunächst probeweise bis mindestens September, möglicherweise bis zum Jahresende, wie Bürgermeisterin Karoline Koreng mitteilte. Bereits abgeschlossene Verträge bleiben gültig.

Auslöser war eine Geburtstagsfeier

Auslöser der Neuregelung war vor allem eine Geburtstagsfeier, zu der plötzlich mehrere hundert Menschen gekommen sein sollen. Einige von ihnen seien anschließend durch das Dorf gezogen. Bei dieser und anderen Feiern seien regelmäßig Lärmschutzregeln nicht eingehalten worden. Trotz lauter Musik blieben Fenster am späten Abend offen, außerdem seien immer wieder Gegenstände beschädigt worden.

Preise und Kaution steigen

Zugleich hat die Gemeinde die Preise für Vermietungen erhöht. Das KTO (Kids, Teenies, Oldies) kostet nun 150 Euro pro Tag oder 250 Euro für ein Wochenende. Zuvor wurden täglich 135 Euro verlangt. Für das Dörphus fallen 100 Euro pro Tag beziehungsweise 200 Euro pro Wochenende an. Zusätzlich wird eine Kaution erhoben, damit die Gemeinde bei Schäden nicht erst ihrem Geld hinterherlaufen muss.

Die Einschränkungen hätten in der Gemeinde viel Zustimmung gefunden, sagte Koreng. Zwar verzichte Neverin dadurch auf Mieteinnahmen. Nicht ständig nach dem Rechten sehen und Schäden befürchten zu müssen, sei dies jedoch wert.