Der Gehweg in der Demminer Frauenstraße (B 110) auf Höhe der Fritz-Reuter-Schule wird grundhaft erneuert. Die Stadtverwaltung plant die Sanierung eines etwa 50 Meter langen Abschnitts, der abzusacken droht. Die Bauarbeiten sollen in den Sommerferien 2027 stattfinden, um den Schulbusverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Überplanmäßige Ausgabe beschlossen
Die Stadtvertretung hat in ihrer letzten Sitzung eine überplanmäßige Ausgabe von 99.000 Euro einstimmig angenommen. Die Ausschreibungen sollen bereits im Dezember oder spätestens Januar starten. Ursprünglich waren im Haushaltsplan 2026 geschätzte Herstellungskosten von 158.000 Euro vorgesehen.
Erst nach Vorlage des Baugrundgutachtens im Juni dieses Jahres ließ sich der tatsächliche Aufwand genauer beziffern. Dabei wurden bis zu einer Tiefe von 3,10 Metern unter der Geländeoberkante locker gelagerte Auffüllungen sowie wasserstauende lehmige Sandschichten festgestellt. Diese gelten als Ursache für die Verformungen und Absackungen im böschungsseitigen Gehweg.
Winkelstützen als technische Lösung
Um die Böschung langfristig zu sichern, sollen Winkelstützen eingebaut werden. Das Straßenbauamt Neustrelitz (SBA) hat dieser Lösung grundsätzlich zugestimmt. Einschließlich der Baunebenkosten und der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen liegen die voraussichtlichen Herstellungskosten nun bei 257.000 Euro.
Das Problem ist der Stadt seit etwa einem Jahr bekannt. Bauamtsleiter Thomas Engler erläuterte, dass es mehrfach Versuche zur Einigung mit dem Straßenbauamt als Baulastträger der Bundesstraße gegeben habe. Auf Grundlage des Baugrundgutachtens beteiligt sich das Straßenbauamt nun mit rund 132.000 Euro an der Maßnahme. Es handele sich zwar um eine städtische Baumaßnahme, aber mit finanzieller Unterstützung des Baulastträgers, so Engler.
Baustraße und halbseitige Sperrung geplant
Für die Bauarbeiten ist vorgesehen, vom Schwanenteich aus eine Baustraße anzulegen, teilte der Bauamtsleiter im Stadtentwicklungsausschuss mit. Die Maßnahme sei mit dem Straßenbauamt bereits grundsätzlich abgestimmt. Wegen des Schulbusverkehrs soll die eigentliche Bauausführung in die Sommerferien 2027 verlegt werden, da die Frauenstraße für die Arbeiten halbseitig gesperrt werden muss.
Im Ausschuss für Stadtentwicklung kam die Frage auf, wie verfahren werden soll, falls der Gehweg bis zum geplanten Baubeginn nicht mehr ausreichend standsicher ist. Thomas Engler erklärte, dass dann eine entsprechende Entscheidung getroffen werden müsse. Auch eine Sperrung des Gehwegs sei dann nicht ausgeschlossen.