Autocross in Gadebusch: 107 Fahrer starten beim Rennen der WGB-Serie
Autocross in Gadebusch: 107 Fahrer starten

Beim Autocross-Rennen in Gadebusch gingen 107 Fahrer an den Start – so viele wie nie zuvor in den verschiedenen Klassen. Die Veranstaltung war die fünfte Station im Kampf um Mecklenburgs Autocross-Pokal der WGB-Serie. Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr konnte sich der Acker bei Gadebusch dank des Wetters wieder in eine Rennstrecke verwandeln.

Rekordstarterfeld und spektakuläre Rennen

Gleich zu Beginn gab es fünf Überschläge, danach wurde eine Kurve etwas entschärft. Die Teams reisten aus ganz Westmecklenburg, aus Kiel und sogar aus Eggesin nahe der polnischen Grenze an. Mitorganisator Hartmuth Thiele erklärte: „Ich war früher selbst Fahrer und wir sind schon seit mehr als 25 Jahren bei der WGB dabei.“ Die Veranstaltung wurde zusammen mit der Firma Flaegel Reisen organisiert.

Teilnehmer mit unterschiedlicher Erfahrung

Das Erfahrungsniveau der Fahrer ist sehr unterschiedlich, doch jeder ist willkommen. Fabian Lang aus Hagenow fand erst im vergangenen Jahr durch Freunde zum Autocross. „Heute läuft es semi-produktiv“, sagte er. „Einmal Platz 1, jetzt einmal Platz 4, weil das Wasser weg war und der Motor warm wurde.“ Auch das Reparieren gehört zum Autocross dazu: Es wird geschraubt, Teile werden schnell ausgetauscht, die beim Rennen den Geist aufgegeben haben.

Teamwork und Jugendförderung

Ken Krause aus Conow bei Malliß startet für das Team Scheune. Nach einem Vorlauf musste sein Audi A4 einen neuen Reifen bekommen und ausbeulen. „Wir sind schon wie eine große Familie“, sagte er. „Wir stehen zusammen, wir arbeiten zusammen, wir machen Ausflüge zusammen.“ Sieben Fahrer des Teams Scheune starteten in Gadebusch. Krause fährt in der Allrad-Klasse und war 2024 und 2025 bereits Meister. Seit mehr als 13 Jahren betreibt er den Sport. „Mein Auto ist nicht das schnellste. Es ist auch nicht das stärkste. Doch es ist robust gebaut, es hält und schlägt sich gut“, so der Fahrer. In den vierten Jahren hat er etwa 3500 bis 4000 Euro in sein Fahrzeug investiert.

Jugendwarte wie Ken Krause betreuen die Nachwuchsfahrer, die ab 14 Jahren starten dürfen. „Wir führen zum Beispiel auch Motorenkontrollen durch, denn sie dürfen wirklich nur 60 PS fahren“, schilderte er. „Wenn sie Sorgen, Nöte oder auch Ängste haben, können sie immer zu uns kommen.“ Die Jugend sei das höchste Gut in dem Sport.