59 Nachwuchskicker zwischen sechs und 13 Jahren erleben beim 9. Elbedribbler Fußballcamp der SG Aufbau Boizenburg fünf Tage voller Fußball. Möglich machen das zwölf ehrenamtliche Helfer – darunter auch ehemalige Camp-Teilnehmer.
Vom Erzgebirge nach Boizenburg
Initiator Gregor Berger verdankt das Angebot vor allem den Ehrenamtlichen. Schüler, Studenten, aktive Fußballer, Trainer und Berufstätige stehen auf dem Platz. Manche nutzen ihre Ferien oder Semesterferien, andere nehmen sich eigens Urlaub. So viele Helfer wie in diesem Jahr hatte Berger noch nie. „Die Trainer und Betreuer sind alles Leute, die dem Verein nahestehen. Dadurch entsteht natürlich eine viel stärkere Bindung zum Verein“, sagt Berger.
Die Idee für das Camp hat Berger aus seinem Heimatort Gelenau im Erzgebirge mit nach Boizenburg gebracht. Was einst mit rund 35 Kindern begann, ist längst zu einem festen Termin in den Sommerferien geworden. Inzwischen nehmen regelmäßig etwa 60 Nachwuchskicker teil. Acht Auflagen konnten bislang tatsächlich stattfinden, eine weitere war bereits vorbereitet, musste jedoch wegen Corona abgesagt werden. An der ursprünglichen Zählung hielt das Organisationsteam fest, sodass 2027 die zehnte Auflage ansteht.
Vom Teilnehmer zum Betreuer
Leon Timm, fast 14 Jahre alt und künftig Schüler der achten Klasse des Elbe-Gymnasiums, hat früher selbst mehrfach am Camp teilgenommen. Nun gehört er erstmals zum Betreuerstab und gibt Erfahrungen weiter, die er als jüngerer Fußballer gesammelt hat. „Für die Kinder mache ich das gerne“, sagt Leon.
Auch der 16-jährige Luca Stöckmann, künftig Zehntklässler, verbringt einen Teil seiner Ferien auf dem Sportplatz. Er bereitet mit den anderen Helfern altersgerechte Übungen vor und betreut die Nachwuchskicker an den Stationen. Sein Fazit fällt schon vor dem Ende der Woche eindeutig aus: „Ich hätte auf jeden Fall Lust, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Es macht Spaß.“
Dabei geht es um weit mehr als Technik, Ausdauer und Taktik. Die Kinder lernen, sich abzusprechen, Verantwortung zu übernehmen und als Mannschaft zu handeln. „Fußball ist ein Gemeinschaftssport“, bringt es Berger auf den Punkt. Dass ehemalige Teilnehmer heute selbst als Helfer auf dem Platz stehen und ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben, macht für ihn den besonderen Wert des Camps aus.