Sanierung des Kröpeliner Tors: 20.000 neue Steine für Rostocks Wahrzeichen
Kröpeliner Tor: 20.000 neue Steine für Sanierung

Das Kröpeliner Tor in Rostock ist seit September vollständig eingerüstet. Das 54 Meter hohe Baudenkmal aus dem 13. Jahrhundert wird umfassend saniert. Nachdem sich im März 2025 ein Stein aus der Fassade gelöst hatte, wurde das historische Stadttor gesperrt.

Schäden an der Fassade

Laut Stefan Bölkow von der Kommunalen Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) müssen bis zu 20.000 der alten Backsteine ausgetauscht werden. Zudem gibt es mehrere bis zu zwei Meter lange Risse durch das Mauerwerk. Die Ursache wird noch untersucht. Bis Ende Oktober soll die Schadenskartierung abgeschlossen sein.

Dach, Entwässerung und Fassade

Das Kröpeliner Tor benötigt ein neues Dach und eine zusätzliche Regenentwässerung. Auch der Dachstuhl ist marode – ob er komplett ersetzt werden muss, soll in sechs bis acht Wochen feststehen. Die gesamte Fassade muss neu verfugt werden.

Kosten und Zeitplan

Der Baubeginn wird für Frühjahr 2027 erwartet. Die Sanierung könnte bis zu drei Jahre dauern. Die Kostenschätzung liegt bei etwa 3,5 Millionen Euro.

Herausforderungen und Tierwelt

Das Tor ist auch ein Vogelparadies. Es leben Fledermäuse, Mauersegler, Tauben und Turmfalken dort. Der KOE hat Vogelhäuschen und Unterschlupfe für Fledermäuse am Gerüst angebracht. Besondere Details wie ein Drachenkopf als Wasserspeier auf 25 Metern Höhe sind von unten kaum sichtbar.

Stefan Bölkow betont die logistische Herausforderung: Die Baustelle müsse eingerichtet werden, ohne die Kröpeliner Straße lahmzulegen. Er sagt: „Das hier ist deutlich aufwendiger als meine bisherigen Sanierungsvorhaben.“