Neue City-Toiletten kosten bis zu 250.000 Euro pro Standort
Neue City-Toiletten: bis zu 250.000 Euro pro Standort

Rostock – Die Hansestadt plant neue öffentliche Toiletten an drei Standorten: am Universitätsplatz, vor dem Kröpeliner Tor und im Kurpark Warnemünde. Die Kosten pro Anlage werden auf 200.000 bis 250.000 Euro geschätzt.

Die alten Toiletten, die vom Werbeunternehmen Wall betrieben wurden, sind bereits abgebaut. Der Stadtwerbevertrag war ausgelaufen, und ein kartellrechtliches Kopplungsverbot verhindert die Verknüpfung von Werberechten mit dem WC-Betrieb.

Neue barrierefreie Ein-Kabinen-WCs geplant

Bausenatorin Dr. Ute Fischer-Gäde (Grüne) teilte auf Anfragen aus der Bürgerschaft mit, dass an den drei Standorten neue barrierefreie Ein-Kabinen-WC-Anlagen entstehen sollen. Die Neubauten am Uniplatz und an der Kröpeliner Straße sind für 2027 geplant, Warnemünde soll 2028 an der Wachtlerstraße folgen.

Die Planungen sollen 2026 abgeschlossen werden. Für Planung und Baugenehmigungsverfahren sind jeweils 25.000 Euro vorgesehen. Die Innenstadt-Toiletten sollen im zweiten Quartal 2027 realisiert werden.

City Cube bringt erste neue Toiletten

Bereits in den kommenden Wochen sollen die ersten neuen Toiletten als Teil des City Cubes auf dem Neuen Markt entstehen. Der innovative Neubau wird jedoch später als erwartet fertig.

Die Stadt will für die weiteren Toiletten auf das bestehende Betreiber- und Finanzierungsmodell zurückgreifen. Dies beinhaltet die tägliche Bewirtschaftung durch die Stadtentsorgung Rostock GmbH per Inhouse-Beauftragung und die Finanzierung über die gesamtstädtische Kurabgabe.

Warum alte Toiletten nicht übernommen werden

Der Ortsbeirat Warnemünde hatte angeregt, die alte Bestandstoilette zu kaufen und zu betreiben. Laut Senatorin ist ein Erwerb nicht mehr möglich, da das WC in der Wachtlerstraße bereits demontiert wurde. Eine Übernahme wurde aus technischen und wirtschaftlichen Gründen verworfen, da die Anlagen nicht mehr dem technischen Stand entsprechen.

Zudem sei wegen des Alters mit erhöhtem Wartungs- und Instandhaltungsaufwand zu rechnen. Ersatzteile seien faktisch nur über die Firma Wall erhältlich, was eine dauerhafte Abhängigkeit vom Hersteller bedeuten würde.

Die neue Toilette in Warnemünde soll dem Standard der 2025 errichteten öffentlichen WC-Anlagen entsprechen.