Wer im Landkreis Rostock regelmäßig mit dem Bus fährt, muss sich zum Ende der Sommerferien auf neue Bezeichnungen einstellen. Am 24. August, pünktlich zum Schulstart, benennt die Verkehrsgesellschaft Rebus drei ihrer wichtigsten Verbindungen um. Aus den bisherigen Nummern 125, 270 und 250 werden die Bezeichnungen mv 70, mv 71 und mv 72.
Einheitliches Kürzel für ganz Mecklenburg-Vorpommern
Das Land Mecklenburg-Vorpommern will gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft MV das Busnetz im gesamten Bundesland übersichtlicher machen. Das vorangestellte Kürzel mv soll einheitlich auf Verbindungen hinweisen, die bestimmten Mindeststandards entsprechen.
Hinter der Umbenennung steht die seit 2023 laufende Mobilitätsoffensive des Landes. Linien mit diesem Präfix gelten als Regiobusse. Im Gegensatz zum klassischen Schulbusverkehr gelten für sie feste Standards: Sie fahren das ganze Jahr über im festen Takt von ein bis zwei Stunden – unabhängig von Schulzeiten oder Sommerferien. Zudem verkehren die Busse auch an Wochenenden und Feiertagen und sind zeitlich auf den Zugverkehr abgestimmt, um verlässliche Anschlüsse zu sichern.
Keine Änderungen bei Routen und Abfahrtszeiten
Für die Fahrgäste der betroffenen Strecken ändert sich am Fahrplan selbst nichts. Sowohl die Routen als auch die Abfahrtszeiten und Haltestellen bleiben dieselben. Lediglich auf den Anzeigen der Busse und an den Haltestellenschildern stehen ab dem 24. August die neuen Bezeichnungen.
Die bisherige Linie 125 verbindet Bad Doberan über Ziesendorf und Hohen Luckow mit Schwaan und wird künftig als mv 70 geführt. Aus der Linie 270 im südlichen Landkreis, die zwischen Sternberg, Prützen, Witzin und Güstrow verkehrt, wird die Linie mv 71. Die für den regionalen Ausflugsverkehr genutzte Achse von Güstrow über Krakow am See nach Linstow trug bislang die Nummer 250 und fährt ab Ende August als mv 72. Auf dieser Strecke gilt unter der Woche ein Stundentakt, wobei Rebus hier bereits auf Wasserstoffbusse setzt.
Landesweites Netz wächst weiter an
Rebus-Geschäftsführer Thomas Nienkerk betont, dass durch die neuen Nummern der eingehaltene Standard nun auch auf den ersten Blick nach außen sichtbar werde. Das landesweite Netz wächst mit diesem Schritt auf aktuell 16 Regiobuslinien an.
Nach Vorstellungen der Landesregierung soll der Ausbau dazu beitragen, den ländlichen Raum schrittweise besser zu vernetzen und eine Alternative zum eigenen Auto zu schaffen. Fahrgäste müssen vor dem Schulstart also keine neuen Fahrpläne studieren, sondern lediglich auf das Kürzel mv an der Busfront achten.