Die Sorgenbrücke am Schmarler Damm in Rostock bereitet erneut Probleme. Das Bauwerk aus den 70er-Jahren, das über die Bahnschienen führt, muss schon länger ersetzt werden. Nun gibt es neue Verkehrseinschränkungen, weil aktuelle Messwerte von den Erwartungen abweichen.
Verkehr wird mit Ampel geregelt
Seit Dienstag wird der Verkehr mit einer Ampel wechselseitig über den südlichen Fahrstreifen geführt, wie das Tiefbauamt mitteilte. Ziel ist es, die Belastungen auf die Brücke vorsichtshalber zu verringern. Die Messwerte, die von den Erwartungen abweichen, sind der Auslöser für diese Maßnahme, betonte Rathaussprecher Ulrich Kunze.
Die Brücke wird bereits per Monitoringsystem überwacht. Nun sollen Kontrollmessungen vorgenommen und eine Sonderprüfung durchgeführt werden. Dabei wird auch geprüft, ob möglicherweise Messfehler vorliegen oder Messgeräte defekt sind. Die Sonderprüfung durch Fachfirmen soll noch in dieser Woche erfolgen. Ergebnisse werden Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche erwartet.
Weitere Konsequenzen möglich
Nach Abschluss der Untersuchungen und Auswertung der Ergebnisse wird über das weitere Vorgehen entschieden, so die Verwaltung. Mindestens bis dahin bleibt die Ampelregelung bestehen. Ab Ende kommenden Jahres ist der Neubau der Brücke geplant, die Ausschreibungen laufen bereits.
Fußgänger und Radfahrer können die Brücke weiterhin passieren, auch der Bahnverkehr ist derzeit nicht eingeschränkt. Die Stadt bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Erst im März war die Brücke für anderthalb Wochen halbseitig gesperrt, damals wurde der Baugrund mit Tiefenbohrungen untersucht.