Ein 57-jähriger Windsurfer ist bei einer Ostsee-Regatta in Not geraten und von Seenotrettern gerettet worden. Als die Helfer eintrafen, saß der Mann völlig entkräftet und bereits unterkühlt auf seinem Surfbrett, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Bei Wind der Stärke fünf – bis zu 38 km/h – und bis zu zwei Metern Seegang war es ihm nicht mehr gelungen, das Segel aus dem Wasser zu ziehen und zu starten.
Teilnehmer der Baltic Crossing Challenge
Der Mann nahm an der „Baltic Crossing Challenge“ teil, einem Programmpunkt der diesjährigen Hanse Sail. Die Regatta führte vom dänischen Gedser ins etwa 48 Kilometer entfernte Warnemünde. Seine genaue Position konnte ermittelt werden, weil alle Teilnehmer einen Tracker dabei hatten, der ihren Standort auf einer Live-Karte übertrug.
Rettung nordwestlich von Warnemünde
Etwa eine Stunde nach der Alarmierung am Nachmittag fanden die Seenotretter den 57-Jährigen rund sieben Seemeilen – etwa 13 Kilometer – nordwestlich von Warnemünde im Meer. Im Hafen übergaben sie ihn an eine Rettungswagen-Besatzung.
Auf der Internetseite der „Baltic Crossing Challenge“ heißt es, Voraussetzung für die Teilnahme seien bei Windsurfern unter anderem eine Race-, Regatta- oder Langstreckenerfahrung sowie sehr gute körperliche Fitness und ein sicherer Umgang mit dem eigenen Material auf offenem Meer. Die Teilnehmerzahl sei auf etwa 20 bis 30 erfahrene Athleten begrenzt.