In Rostocker Grünanlagen hinterlassen grabende Hunde zahlreiche Löcher, die zu Stolperfallen werden. Das Rathaus meldet, dass mehrere Aufenthaltsflächen „durch teils große und tiefe Hundelöcher beeinträchtigt“ sind. Besonders betroffen sind der Lindenpark, der Barnstorfer Wald, der Schwanenteichpark sowie der Park am Fischerdorf.
Intensive Bautätigkeit von Hunden
Das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen verzeichnete im Lindenpark in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, im Barnstorfer Wald, besonders am Kastanienplatz, im Schwanenteichpark und besonders an den Bänken im Park am Fischerdorf intensive „Bautätigkeit“. Auch Spielplätze wie am Platz der Jugend im Barnstorfer Wald sind betroffen.
Verletzte Mitarbeiter und gefährdete Besucher
Die Löcher sind teils kaum zu erkennen und stellen eine Gefahr dar. Mitarbeiter der Grünpflege haben sich bereits verletzt und fielen anschließend für längere Zeit aus. Auch spielende Kinder, Spaziergänger und Menschen, die die Anlagen für Sport nutzen, sind gefährdet. Zudem graben Hunde im Wurzelbereich und beschädigen Bäume.
Aufwendige Wiederherstellung der Flächen
Die Löcher müssen verfüllt und teils neuer Rasen gesät werden. Das bindet Personal und finanzielle Mittel, die an anderer Stelle in Rostocks Grün- und Freiräumen fehlen. Die Stadt appelliert an Hundehalter: „Wer seinen Vierbeiner eine öffentliche Grünfläche umgraben lässt, sollte das entstandene Loch anschließend wieder verfüllen.“
Als Ablenkung empfiehlt die Verwaltung Suchspiele oder das Werfen von Bällen oder Stöcken. Hilft das nicht, müsse der Hund an die Leine genommen werden. In Rostock sind mehr als 7300 Hundebesitzer steuerlich gemeldet, die Einnahmen aus der Hundesteuer betragen über 800.000 Euro pro Jahr.