Mordfall Fabian: BKA-Experte analysiert Sprachnachrichten der Angeklagten
Mordfall Fabian: BKA-Experte analysiert Sprachnachrichten

Im Prozess um den Mord an dem achtjährigen Fabian wird am Donnerstag und Freitag am Landgericht Rostock verhandelt. Nach einer vierwöchigen Pause setzt die 3. Strafkammer das Verfahren fort und will mehrere Zeugen hören.

BKA-Experte prüft Nachrichten

Ein Experte des Bundeskriminalamtes soll die Ergebnisse einer Kommunikationsanalyse erläutern, die das BKA im Auftrag der Rostocker Staatsanwaltschaft erstellt hat. Dafür wurden zahlreiche Sprach- und Textnachrichten ausgewertet, die die angeklagte Gina H. auf ihrem Handy verfasst hat. Der Experte soll darlegen, ob es in den Kommunikationsmustern der Angeklagten rund um den Tatzeitraum auffällige Abweichungen gab.

Vorwurf: Heimtückischer Mord

Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow gelockt, ihn bei Klein Upahl erstochen und die Leiche angezündet zu haben. Die Ermittler vermuten, dass Gina H. glaubte, Fabian stehe ihr im Weg, um Fabians Vater wieder für sich zu gewinnen.

Zeugen und Beobachtungen

Am Donnerstag soll auch die Schwester der Angeklagten gehört werden, zu der Gina H. in den vergangenen Jahren kaum Kontakt hatte. Zudem sind zwei Zeugen geladen, die am Tag von Fabians Verschwinden oder kurz danach Fahrzeuge beobachtet haben, darunter der auffällige Pick-up der Angeklagten. Am Freitag werden Zeugen aus dem familiären und sozialen Umfeld der Angeklagten angehört.