Das Moor Centrum in Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) untersucht die Entwicklung von Torf in Mooren. Dafür sind die Forscher in den Anklamer Stadtbruch gefahren. Das seit Ende der 90er Jahre wiedervernässte Moor biete optimale Bedingungen, um der Frage nachzugehen, wann Torf konkret entsteht, erklärte Anja Prager vom Moor Centrum.
Probenentnahme im Moor
Dafür wurde ein 84 Zentimeter langer, rechteckiger Block aus dem Moor geschnitten. In Greifswald wurde er eingefroren und soll nun scheibchenweise untersucht werden.
Die Mikrobiologen beispielsweise schauen auf die Mikroorganismen. Die Chemiker betrachten die elementare Zusammensetzung. In der entnommenen Probe war auf den ersten Blick eine neue Schicht zu erkennen, sieben Zentimeter dick. Wie viel davon tatsächlich schon neuer Torf ist, untersuchen die Forscher jetzt.
Wachstum und Verlust von Torf
In der Regel kann Torf in wiedervernässten Mooren etwa einen Millimeter pro Jahr zulegen. Trockengelegte hingegen verlieren pro Jahr rund zwei Millimeter Torfschicht, so Prager.