AfD lässt CDU und SPD in Umfragen weit hinter sich
AfD lässt CDU und SPD in Umfragen weit hinter sich

Die AfD liegt in aktuellen Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern deutlich vor CDU und SPD. Das zeigt eine Analyse des ZDF, die auch den Rentenstreit in der Union thematisiert.

ZDF-Analyse: Ost-CDU unter Druck durch AfD-Umfragewerte

In der Sendung „heute journal“ vom 3. August erklärte Moderatorin Marietta Slomka, dass die Bundesregierung wahlkämpfenden Ministerpräsidenten gegenübersteht, die Getriebene sind, getrieben von den Umfrage-Ergebnissen der AfD. Die These: Die Ost-CDU-Ministerpräsidenten rebellieren gegen die Rentenpläne von Schwarz-Rot, um der AfD Paroli zu bieten.

Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt – hatten sich gegen die Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren ausgesprochen. Voigt betonte: „Gerade im Osten ist wichtig: Wer 45 Jahre eingezahlt hat, der muss auch abschlagsfrei in die Rente gehen können.“ Kretschmer ergänzte: „Das ist unsere gemeinsame Haltung.“

Schwesig schließt sich Protest an

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, schloss sich Anfang August dem Protest an. Im ZDF sagte sie: „Man sollte doch lieber überlegen, wie alle anderen länger arbeiten und einzahlen. Denn der Durchschnitt arbeitet nur 37 Jahre und zahlt nur 37 Jahre ein.“ Auch sie sieht sich mit hohen AfD-Umfragewerten konfrontiert.

Umfragen: AfD vorn in Sachsen-Anhalt und MV

In Sachsen-Anhalt, wo am 6. September gewählt wird, sieht eine Infratest-dimap-Umfrage vom 30. Juli die AfD bei 41 Prozent, die CDU bei 24 Prozent, die Linke bei 13 Prozent und die SPD bei 7 Prozent. Eine INSA-Umfrage vom 23. Juli ergab ähnliche Werte: AfD 41 Prozent, CDU 24 Prozent, Linke 14 Prozent, SPD 5 Prozent. Die Grünen und FDP lägen bei je 4 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September gewählt wird, kam die AfD in einer Infratest-dimap-Umfrage vom 9. Juli auf 36 Prozent, die SPD auf 29 Prozent, die Linke auf 12 Prozent, die CDU auf 9 Prozent und die Grünen auf 5 Prozent. Eine INSA-Umfrage vom 22. Juni sah die AfD bei 35 Prozent, die SPD bei 28 Prozent, die Linke bei 11 Prozent, die CDU bei 10 Prozent und die Grünen bei 4 Prozent.

Die Fehlertoleranz bei Wahlumfragen liegt laut „bundestagwahlumfrage.de“ bei 1,4 bis 3,1 Prozent. Wahlumfragen sind Stichproben, daher kann das tatsächliche Ergebnis abweichen.