Die Stadt Rostock hat im Sommer drei ausgediente Feuerwehr-Fahrzeuge über die Online-Plattform www.zoll-auktion.de versteigert. Angeboten wurden ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16 Schlingmann/Mercedes) und zwei Tanklöschfahrzeuge (TLF-S 3000 Iveco-Magirus). Die Auktion erbrachte insgesamt 166.001 Euro.
Erlös und Gebote im Detail
Für das HLF wurden 106 Gebote abgegeben, der Zuschlag erfolgte bei 20.800 Euro. Für ein Tanklöschfahrzeug gab es 124 Gebote, der Höchstpreis lag bei 75.200 Euro. Das andere Tanklöschfahrzeug wechselte nach 51 Geboten für 70.001 Euro den Besitzer.
Die Fahrzeuge waren nach mehr als zehn Jahren im Dienst und einer Laufleistung von jeweils mehr als 100.000 Kilometern zur Aussonderung vorgesehen. Die Stadt begründete den Verkauf damit, dass die Fahrzeuge nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und nach dem Einsatzbetrieb in einer Berufsfeuerwehr funktionell wie wirtschaftlich verschlissen seien. Auch wurden sie nicht den Freiwilligen Feuerwehren zugeordnet, da diese über Löschfahrzeuge mit einer wesentlich geringeren Kilometer-Laufleistung verfügen.
Verwendung der Einnahmen
Der Erlös wird im Teilhaushalt 12601 Brandschutz des städtischen Haushaltsplans verbucht. Bereits im März hatte die Rostocker Berufsfeuerwehr neue Fahrzeuge erhalten: drei Tanklöschfahrzeuge, einen Einsatzleitwagen-B und zwei Kommandowagen. Die Kosten dafür lagen bei rund zwei Millionen Euro.
Die Plattform Zoll-Auktion.de wird vom Hauptzollamt Gießen betrieben und ermöglicht der öffentlichen Hand, gepfändete, beschlagnahmte oder ausgesonderte Gegenstände rund um die Uhr zu verwerten. In der Regel finden dort permanent über 1500 Auktionen statt. Auch viele andere Behörden in Mecklenburg-Vorpommern nutzen die Plattform.