Seenotretter retten entkräfteten Windsurfer vor Warnemünde
Seenotretter retten Windsurfer vor Warnemünde

Ein völlig entkräfteter und unterkühlter Windsurfer ist am Freitagabend auf der Ostsee vor Warnemünde gerettet worden. Der 57-Jährige hatte an der „Baltic Crossing Challenge“ teilgenommen, einem Programmpunkt der diesjährigen Hanse Sail. Die Regatta führte vom dänischen Gedser über rund 26 Seemeilen (etwa 48 Kilometer) nach Warnemünde.

Suche nach dem vermissten Wassersportler

Als der Mann nicht am Ziel ankam, wurden Einsatzkräfte alarmiert. Die Seenotretter der Station Warnemünde liefen mit ihrem Seenotrettungskreuzer „Arkona“ aus, die Wasserschutzpolizei schickte ein Küstenstreifenboot. Auch der Hochseebergungsschlepper „Baltic“ und das Forschungsschiff „Elisabeth M. Borgese“ des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde beteiligten sich an der Suche.

Peilsender führt zu Position

Dank eines Hinweises der beiden Warnemünder Hafenmeister konnte die genaue Position des Vermissten ermittelt werden – alle Teilnehmenden der Regatta hatten einen Peilsender dabei. So fanden die Seenotretter den Windsurfer etwa eine Stunde nach der Alarmierung rund 13 Kilometer nordwestlich von Warnemünde.

Der Mann saß völlig entkräftet und bereits unterkühlt auf seinem Surfbrett. Bei Windstärke fünf und bis zu zwei Metern Seegang schaffte er es nicht mehr, das Segel aus dem Wasser zu ziehen und zu starten. Die Seenotretter nahmen ihn an Bord und brachten ihn zur weiteren medizinischen Versorgung an Land.