Am Strand des Ostseebades Nienhagen im Landkreis Rostock hat es am Montag eine großangelegte Suche nach einem vermissten Schwimmer gegeben. Der 34-jährige Mann aus Berlin war am Nachmittag in die Ostsee gegangen und nicht zurückgekehrt. Andere Strandbesucher alarmierten daraufhin die Rettungskräfte.
Stundenlange Suche ohne Erfolg
Mehrere Boote, Drohnen und Hubschrauber suchten etliche Stunden vergeblich nach dem Mann. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche eingestellt.
Wie ein Polizei-Sprecher auf NDR-Anfrage sagte, sei ein Abschiedsbrief gefunden worden. Die Behörden gehen daher aktuell von einem Suizid aus. In welchem Umfang die Suchaktion am Dienstag fortgesetzt wird, ist noch unklar.
Hilfe für Menschen in Krisen
Bei akuter Suizidgefahr ist der Notruf 112 zu wählen. Die Telefonseelsorge ist unter der Nummer 0800/111-0-111 erreichbar, das Kinder- und Jugendtelefon unter 0800/111-0-333 oder 116 111 (wochentags von 14 bis 20 Uhr).
Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe finden sich Listen mit regionalen Krisendiensten und Kliniken sowie Tipps für Betroffene und Angehörige. Eine Online-Beratung bietet die Telefonseelsorge unter www.telefonseelsorge.de. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen ist auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention unter www.suizidprophylaxe.de verfügbar.
In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten eine E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an. Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).