DDR-Sternwarte in Rostock: Sanierung nach 60 Jahren geplant
Rostocker Sternwarte: Sanierung nach 60 Jahren

Die Rostocker Sternwarte im Nelkenweg, zu DDR-Zeiten errichtet, steht vor einer grundlegenden Sanierung. Nach einem gescheiterten Antrag der Fraktion Rostocker Bund im Jahr 2024 wird das Vorhaben nun angestoßen. Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) bestätigt den erheblichen baulichen und technischen Sanierungsbedarf nach mehr als 60 Jahren Nutzung.

Sanierung nach 60 Jahren Nutzung geplant

Auf einer der kommenden Ausschusssitzungen für den Rostocker Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) steht die Entscheidung über die Einleitung eines Vergabeverfahrens an. Untersuchungen haben Defizite in Bereichen wie Baukonstruktion, Feuchteschutz, Wärmeschutz, Brandschutz, Raumakustik, technische Gebäudeausrüstung, Barrierefreiheit sowie Gefahr- und Schadstoffbelastungen ergeben, die behoben werden sollen.

Ziel: Planetarium als Lernort erhalten

Die 1965 errichtete Station, vier Jahre vor der ersten Mondlandung eines Menschen, dient nicht nur der Sternbeobachtung, sondern auch als Unterrichts- und Veranstaltungsort für astronomische Bildungsangebote, vor allem für Kinder und Jugendliche. Diese Funktion soll durch die Sanierung erhalten werden. Kröger gibt als weiteres Ziel vor: „Weiterhin ist der besondere Charakter als astronomischer Fachunterrichtsraum mit Planetarium und historischer Beobachtungstechnik dauerhaft zu sichern.“

Vorgeschichte: Wasserschaden 2023

Im Jahr 2023 kam es in der Astronomischen Station zu einem erheblichen Wasserschaden nach einem Rohrbruch. Damals drangen größere Mengen Wasser aus einer WC-Anlage aus, das Gebäude musste vorübergehend geschlossen und anschließend renoviert werden. Martin Rehfeldt vom Vorstand des Astronomischen Vereins Rostock hatte bereits beim 60-jährigen Bestehen der Station auf zahlreiche Baustellen hingewiesen und gehofft, dass die Stadt Geld in den Erhalt investiert.