Sozialkaufhaus „Glücksfund“ öffnet in Lütten Klein für alle
Sozialkaufhaus „Glücksfund“ öffnet in Lütten Klein

Am 4. September öffnet das neue Sozialkaufhaus „Glücksfund“ der Rostocker Stadtmission in Lütten Klein erstmals seine Türen – und zwar für alle. Das Secondhand-Kaufhaus entsteht in der ehemaligen Postfiliale mitten auf dem Boulevard. „Das ist wirklich ein Top-Standort“, sagt Martin Gippner, Leiter des neuen Sozialkaufhauses. Mit seinem 15-köpfigen Team räumt er das 600 Quadratmeter große Geschäft gerade ein.

Nach vier Jahren wieder ein Sozialkaufhaus im Nordwesten

Bereits vor vier Jahren musste ein Sozialkaufhaus der Stadtmission in der Ahlbecker Straße 7 in Lütten Klein schließen. Seitdem gab es nur das Sozialkaufhaus in Dierkow. „Wir wollten aber immer auch einen Standort im Nordwesten haben, weil wir den Bedarf sehen“, erklärt Lisa Porsch, Ressortleiterin für soziale Integrationshilfen bei der Stadtmission. „Ich bin froh, dass es jetzt endlich geklappt hat.“

Rolf Gauck, Sprecher der Rostocker Stadtmission, nennt das Kaufhaus „einen neuen Ort der Begegnung, der Wiederverwendung und der kleinen und großen Schätze“.

Zwei Preise für alle Kunden

Erstmals dürfen in diesem Sozialkaufhaus nicht nur Bedürftige einkaufen. „Es ist ein Kaufhaus für alle“, betont Lisa Porsch. Alle Produkte haben zwei Preisschilder: eines für Bedürftige mit niedrigem Preis und eines für jedermann mit etwas höherem Preis. „Wir wollen niemanden ausschließen“, sagt Porsch. Zudem kündigt sie eine Beratungsecke an: „Wir bieten hier allgemeine soziale Beratung und wollen ausprobieren, wie das angenommen wird.“

Sortiment und Spendenannahme

Das Sortiment reicht von Second-Hand-Mode über Dekoartikel bis zu hochwertigen Gebrauchtmöbeln. „Vor allem haben wir alles rund um den Haushalt“, sagt Gippner. „Auch Waschmaschinen oder Kühlschränke. Alles wird von uns vor dem Verkauf genau geprüft.“ Der Großteil der Waren stammt aus Spenden, darunter auch Neuware aus Geschäftsauflösungen.

Wer Sachspenden abgeben möchte, sollte sich vorher bei den Verantwortlichen melden: Telefon 0381/2074453 oder E-Mail [email protected]. Gippner macht klar: „Müll nehmen wir nicht an!“ Es müsse alles so gut erhalten sein, dass man es weitergeben könne.